Pilgern for beginners - eine Reise zum wundern

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Fünf Freundinnen begeben sich in die Fußstapfern jährlich keine Ahnung wie vieler Pilgerreisende und gehen den steinigen Weg nach Lourdes.

Zu Beginn hört sich das alles nach großem Amusement und locker leichter Unterhaltung an, doch recht schnell erfährt man mehr über die sehr unterschiedlichen Frauen und die Geschichte hat Dank einer kleinen Prise Dramatik einiges an Wehmut im Nachgeschmack. Trotz allem lässt sich die Story schnell und gut lesen. Monika Peetz versteht es den Leser mit in die südlichen Gefilde Europas mitzunehmen und die dortige Atmosphäre zu vermitteln. Über das "Menschsein" der fünf Frauen erfährt der Leser auch viel über sich selbst, sodass nicht nur die Freundinnen auf einer wundersamen Reise sind, sondern auch der Leser wird mit einigem konfrontiert, was mit dem eigenen "Ich" zu tun hat und über das es sich - wie beim Pilgern eben üblich - nachzudenken lohnt.

Startschuss zum Pilgern gab Judith, deren Mann an Krebs verstorben ist und der die Pilgerreise begonnen, es aber nicht bis zur Absolution geschafft hatte. Kurzerhand beschließen die fünf Freundinnen diesen Weg für Arne zu Ende zu gehen. Es geschieht allerlei Interessantes und immer wieder scheinen sich Differenzen zwischen den Aufzeichnungen in Arnes Reisetagebuch und Carolines Pilgerführer aufzutun.

Ja, es wird recht wunderlich - vor allem gegen Ende-, was einem auf einer Pilgerreise ja auch vorhergesagt wird, aber in diesem Sinne?

Mir hat Dienstagsfrauen wirklich gut gefallen. Mit viel Witz, Emotion und auch einer großen Ernsthaftigkeit zum Thema Beziehungen gelang es Frau Peetz ein wirklich lesens- und empfehlenswertes Buch zu schreiben.

 

\>\> Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz . \