Sehr fesselnd

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jenny87 Avatar

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Die Leseprobe von Die drei Farben der Liebe von Sophie Haydock hat einen historischen und zugleich sehr persönlichen Eindruck auf mich gemacht. Im Mittelpunkt stehen drei Frauen,
Die Leseprobe von Die drei Farben der Liebe hat mich sofort in die faszinierende Welt der Kunst hineingezogen. Besonders gefallen hat mir, dass Sophie Haydock nicht ausschließlich den berühmten Künstler Henri Matisse in den Mittelpunkt stellt, sondern vor allem die Frauen, die sein Leben geprägt haben. Dadurch bekommt man einen ganz anderen Blick auf eine bekannte Persönlichkeit der Kunstgeschichte.
Besonders spannend finde ich die drei unterschiedlichen Perspektiven. Amélie, die Ehefrau von Matisse, steht bereits seit vielen Jahren an seiner Seite. Lydia, eine junge russische Geflüchtete, kommt als Mitarbeiterin in sein Atelier und wird schließlich zu seiner Muse und Geliebten. Und Marguerite, seine Tochter, beginnt ihren Vater zunehmend mit anderen Augen zu betrachten.
Gerade diese unterschiedlichen Beziehungen machen die Geschichte für mich interessant. Jede der drei Frauen scheint ihren ganz eigenen Blick auf Matisse und auf die Welt zu haben. Während Amélie auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken kann, steht Lydia noch am Anfang ihres Lebens und muss ihren Platz in einer Welt finden, die von Kunst, Ruhm und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt ist. Marguerite wiederum erlebt ihren Vater nicht nur als berühmten Künstler, sondern als ihren Vater – und genau dieser persönliche Blick dürfte noch für einige Konflikte sorgen.
Sehr interessant finde ich auch das historische Setting. Paris und die Côte d’Azur in den 1930er-Jahren bieten eine wunderschöne Kulisse, gleichzeitig war diese Zeit gesellschaftlich von großen Veränderungen geprägt. Die Welt der Kunst wirkt glamourös und frei, doch hinter dieser Fassade scheinen sich jede Menge Regeln, Erwartungen und Geheimnisse zu verstecken.
Die Leseprobe macht außerdem neugierig auf die Frage, was Liebe eigentlich bedeuten kann. Ist Liebe immer mit Treue verbunden? Kann man jemanden lieben und sich trotzdem nach etwas anderem sehnen? Und was passiert mit den Menschen, die dabei verletzt werden? Gerade durch die Dreiecksbeziehung zwischen Matisse, Amélie und Lydia entstehen viele emotionale Konflikte.
Besonders gut gefällt mir, dass die Frauen nicht nur als „Ehefrau“, „Muse“ oder „Tochter“ eines berühmten Mannes dargestellt werden. Sie bekommen ihre eigenen Geschichten und Gefühle. Genau das macht den Roman für mich besonders interessant. Die Autorin rückt damit Frauen in den Mittelpunkt, die in der klassischen Kunstgeschichte häufig eher am Rand betrachtet werden.
Der Schreibstil wirkt auf mich ruhig, atmosphärisch und bildhaft. Man kann sich die Ateliers, die Landschaft der Côte d’Azur und das künstlerische Umfeld gut vorstellen. Gleichzeitig liegt über der Geschichte eine gewisse Spannung, weil man spürt, dass hinter den schönen Bildern und dem Glamour auch Eifersucht, Verrat und persönliche Verletzungen liegen.
Nach der Leseprobe bleiben bei mir viele Fragen offen: Wie wird sich die Beziehung zwischen Matisse und Lydia entwickeln? Wie geht Amélie mit der Situation um? Und wie verändert sich Marguerites Blick auf ihren Vater? Gerade diese offenen Fragen machen Lust darauf, weiterzulesen.
Die Leseprobe von Die drei Farben der Liebe hat mir sehr gut gefallen. Sie verbindet Kunstgeschichte, Liebe, Leidenschaft, Familienbeziehungen, Eifersucht und gesellschaftliche Erwartungen zu einer Geschichte, die gleichzeitig elegant und emotional wirkt.
Besonders schön finde ich, dass diesmal nicht der berühmte Künstler allein im Mittelpunkt steht, sondern die drei Frauen, deren Leben mit ihm verbunden sind.
Mein Fazit: Eine atmosphärische und interessante historische Geschichte über drei Frauen, die versuchen, ihren eigenen Platz neben einem außergewöhnlichen, aber offenbar nicht ganz einfachen Mann zu finden. Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht und ich würde definitiv weiterlesen. Ich möchte unbedingt erfahren, wie sich die Beziehungen zwischen Amélie, Lydia und Marguerite entwickeln und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen.