Der Einfluss der Frauen auf das Schaffen des Henri Matisse

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konstanzewf Avatar

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In diesem Buch erfahren wir viel über das Leben des Henri Matisse: von den Anfängen und den vielen Jahren der Armut, weil niemand an ihn glaubte bis hin zu seinem Tod mit 84 Jahren.
Aber was wäre Henri Matisse ohne die drei wichtigsten Frauen in seinem Leben: seine Ehefrau Amelie, seine Tochter Marguerite (aus einer früheren Beziehung) und seine Assistentin und Muse Lydia?
Sie alle haben Henri Modell gesessen, haben ihn bestätigt, bestärkt und seine Launen ertragen. Alle haben erheblichen Einfluss auf sein Leben und seine Werke.
Das Buch ist aufgeteilt in drei Teile: zunächst erhält Amelie eine Stimme, dann Lydia und zum Schluss Marguerite.
Der Schreibstil ist eher nüchtern. Es gibt keine Schwarzweiß -Malerei. Lydia, die sich ursprünglich um die kranke Amelie kümmern soll, übernimmt immer mehr Aufgaben für Henri. Sie ist aus Russland geflüchtet, möchte eigentlich Medizin studieren, hat aber nicht die nötigen finanziellen Mittel. Nun arbeitet sie stattdessen im Hause Matisse. Nach einigen Jahren der Eifersucht stellt Amelie Henri ein Ultimatum: Sie oder ich.
Als Leser versteht man ihre Eifersucht und auch die Verbitterung, dass Lydia nun ihre Rolle einnimmt und sich um alles kümmert. Man versteht aber auch Lydia, die nicht berechnend ist, sondern erstmalig in ihrem Leben geachtet wird und für einen anderen Menschen wertvoll ist
Sehr gutes Buch!