Die Frauen im Hintergrund
Der Maler Henri Matisse hat auch heute noch für Kenner und Außenseiter einen festen Platz in der Kunst. Ob man nun seine Werke mag oder nicht. Er ist halt sehr extrem in seinen Darstellungen der Frauen. Die Verwendung seiner Farben hingegen begeistern mich. So nun zu den drei Farben der Liebe. Die erste Farbe ist zweifelsfrei seiner Ehefrau zuzuschreiben. Sie hat den Künstler mit all ihrer Kraft als jungen Mann unterstützt. Ohne sie würde es sicher keinen Künstler H. Matisse geben. Da bin ich mir sicher, nachdem ich das Buch gelesen habe. Die zweite Farbe ist der Tochter des Künstlers neidlos zuzugestehen. Sie hat seit ihrer Kindheit den Vater zum Mittelpunkt ihres Lebens gemacht. Sie ist eine große Stütze des Künstlers. Vor allem weil sie sein Schaffen auch kritisierte. Diese Kritik hat sie aber mit viel Vorsicht und Gefühl angebracht. Sie half ihm, in einer Zeit, als die Stiefmutter aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht mehr in der Lage war, vielleicht auch nicht mehr wollte. Und da ist noch die treue Pflegerin. Sie arbeitet selbstlos für und mit den Familienmitgliedern Matisse. Lydia liebt auf eine besondere, jedoch nicht ganz durchschaubare Art Henri. Ohne Lydia keine Spätwerke von Henri! Ihr ist die Dritte Farbe unbedingt zuzuschreiben. Drei Frauen, drei Farben, ein Künstler und viele Gemälde mit noch mehr Farbe. Insgesamt liest sich der Roman gut, gibt viele Einblicke in den Charakter des Künstlers und seine nahe Umgebung. Ich freue mich besonders darüber, dass diese drei Frauen, die sehr großen Anteil am Schaffen des Künstlers haben, hier im Mittelpunkt stehen und gewürdigt werden.