Drei Frauen bestimmen Matisses Leben
Ich mag Romane, die die Menschen im Schatten großer Persönlichkeiten stehen, ins Licht holen, denn oft sind es Frauen, ohne die der Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Natürlich kenne ich den Maler Matisse und einige seiner Bilder, aber sein Leben war bis zu diesem Roman eine leere Leinwand für mich. Drei Frauen, drei Lebensabschnitte und jede hat auf ihre Weise zu Matisse Erfolg beigetragen.
Alles beginnt 1897 auf einer Hochzeitsfeier in Paris, auf der sich Amelie und Matisse zufällig treffen. Nur wenige Monate später sind sie verheiratet. Gerade in den Anfangsjahren, in denen ihm Spott und kein Erfolg zuteil werden, ist sie sein Fels in der Brandung, die motiviert, den Alltag mit drei Kindern organisiert, seine Launen aushält und auch Modell steht . Nach einigen Wechselfällen des Lebens kann die Familie endlich von Matisse Einkommen leben, aber Amelie geht es gesundheitlich schlecht und das bringt 1931 die junge Russin Lydia in die Familie, die Amelie unterstützen soll und immer mehr zu Matisse Vertrauten wird, was wiederum zu Verwerfungen in seiner Ehe führt.
Lydias Schicksal hat mich sehr angerührt. Ich habe sie als tragische Figur wahrgenommen, was sie selbst heftig bestreiten würde.
Die Dritte im Bund ist Marguerite, Matisse uneheliche Tochter , die von Amelie wie ihr eigenes Kind groß gezogen wird. Sie liebt ihren Vater abgöttisch und steht zwischen beiden Eheleuten, wenn es wie so oft zum Streit kommt. Ihre Entwicklung fand ich besonders spannend und überraschend.
Jede dieser Frauen hat ihr Leben zumindest zeitweise völlig auf Matisse ausgerichtet. Jede gab ihm bereitwillig, was er an einem bestimmten Punkt seines Lebens gebraucht hat. War mir Matisse deswegen unsympathisch , fand ich ihn ungerecht gegenüber den Frauen ? Zu meiner eigenen Überraschung kann ich beide Fragen mit Überzeugung verneinen. Ich glaube, er hat jede auf seine Weise geliebt und geschätzt .
Der Roman liest sich unterhaltsam und gibt interessante Einblicke in den Künstlerhaushalt. Das Leben schreibt eben oft die besten Geschichten .
Alles beginnt 1897 auf einer Hochzeitsfeier in Paris, auf der sich Amelie und Matisse zufällig treffen. Nur wenige Monate später sind sie verheiratet. Gerade in den Anfangsjahren, in denen ihm Spott und kein Erfolg zuteil werden, ist sie sein Fels in der Brandung, die motiviert, den Alltag mit drei Kindern organisiert, seine Launen aushält und auch Modell steht . Nach einigen Wechselfällen des Lebens kann die Familie endlich von Matisse Einkommen leben, aber Amelie geht es gesundheitlich schlecht und das bringt 1931 die junge Russin Lydia in die Familie, die Amelie unterstützen soll und immer mehr zu Matisse Vertrauten wird, was wiederum zu Verwerfungen in seiner Ehe führt.
Lydias Schicksal hat mich sehr angerührt. Ich habe sie als tragische Figur wahrgenommen, was sie selbst heftig bestreiten würde.
Die Dritte im Bund ist Marguerite, Matisse uneheliche Tochter , die von Amelie wie ihr eigenes Kind groß gezogen wird. Sie liebt ihren Vater abgöttisch und steht zwischen beiden Eheleuten, wenn es wie so oft zum Streit kommt. Ihre Entwicklung fand ich besonders spannend und überraschend.
Jede dieser Frauen hat ihr Leben zumindest zeitweise völlig auf Matisse ausgerichtet. Jede gab ihm bereitwillig, was er an einem bestimmten Punkt seines Lebens gebraucht hat. War mir Matisse deswegen unsympathisch , fand ich ihn ungerecht gegenüber den Frauen ? Zu meiner eigenen Überraschung kann ich beide Fragen mit Überzeugung verneinen. Ich glaube, er hat jede auf seine Weise geliebt und geschätzt .
Der Roman liest sich unterhaltsam und gibt interessante Einblicke in den Künstlerhaushalt. Das Leben schreibt eben oft die besten Geschichten .