Kunst und Frauen

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bavaria123 Avatar

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Seite 42: "Mademoiselle, ich liebe sie sehr, aber die Malerei werde ich immer mehr lieben."

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Drei Frauen am sonnigen Meer bei einer Pause mit Kaffee und Croissant.

Um drei Frauen geht es auch in dem Roman. Genauer gesagt um drei Frauen, die im Leben vom Maler Henri Matisse wichtige Rollen gespielt haben.

Da ist zunächst Amélie Noellie Parayre, die er 1897 kennen lernt und 1898 heiratet. Ihr ist der erste Teil des Buches gewidmet. Sie ist eine starke Frau, die den Künstler sehr unterstützend zur Seite stand.
Dann lernen wir im zweiten Teil die Muse von Matisse kennen, die 22jährige russische Emigrantin Lydia Delectorskaya. Sie hat ihn in seinen Arbeiten sehr unterstützt und ihm auch Modell gesessen.
Und als weitere Frau dann im dritten Teil ist es seine Tochter Marguerite Emilienne Matisse. Auch sie ist eine wehrhafte oder sehr selbstbewusste Person, was sich besonders im 2. Weltkrieg zeigt.

Ich fand es eine gute Idee, dass jede dieser Frauen einen eigenen Teil in diesem Buch bekommen hat. Das hat mir auch ihre jeweiligen Leben klar dargestellt. Ganz nebenbei lernt man viel über das Schaffen des Künstlers und seine bekanntesten Werke.
Und auch das politische und gesellschaftliche Leben der dargelegten Epoche läuft wie ein zeitgeistlicher roter Faden mit durch die Geschichte. Dabei ist der Stil der Autorin lebhaft und teilweise sinnlich, nur selten eher sachlich.

"Die drei Farben der Liebe" von Sophie Haydock ist für mich ein vorwiegend kurzweiliges, interessantes Buch, welches Einblicke in das private Leben der Künstlerfamilie gibt und damit durchaus mehr ist, als nur eine Zusammenfassung des Lebens von Matisse und seiner Kunst. Und die verschiedenen Facetten der Liebe runden es gekonnt ab.