Matisse – Einblicke in künstlerisches Schaffen und Leben

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rebeccawinter Avatar

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Die Darstellung dreier Frauen auf dem Schutzumschlag des Hardcovers haben mich zuerst für das Buch interessiert. Tatsächlich passt das Motiv aber im Porträt der Frauen Amelie, Lydia und Marguerite nicht zum Buch, da Alter, Aussehen und Mode nicht passen. Auch der Text des Einbandes, der von einer atemberaubenden Geschichte voller Glamour spricht, trifft meiner Meinung nach nicht auf den Roman zu.
Ich bin daher mit einer Erwartung in das Buch eingestiegen, die nicht erfüllt wurde. Trotz des flüssigen Schreibstils fand ich zu Anfang, dass die Handlung nicht richtig in Gang kommt. Es gab Längen, in denen es mir ziemlich egal war, wie es mit den Frauen und dem Künstler Matisse weitergeht. Doch irgendwann hatte ich mich „eingelesen“. Durch ständiges Nachschlagen der Werke des Malers konnte ich mir besser vorstellen, was an seiner Malweise bahnbrechend war. Man kann sagen, dass seine Kunst das Buch illustriert hat und vieles verständlicher macht.
Inwiefern seine Frau Amelie, die Muse Lydia und die Tochter Amelie Regeln brachen, blieb mir ein Rätsel. Alle hofierten den Maler mit Selbstaufgabe, ordneten sich völlig seinen Bedürfnissen unter und stellen sich dazu in gegenseitige Konkurrenz. Eher traurig als revolutionär. Die Autorin Sophie Haydock versucht eng an den historisch belegten Fakten die Charaktere aufzubauen. Dabei blieb für mich vor allem Lydia rätselhaft.
Trotz der Schwächen ein Buch, durch das Licht auf die wichtigen Frauen des Henry Matisse und sein Schaffen geworfen wird.