Matisse und seine Frauen

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Sophie Haydock schildert das Leben des Malers Henri Matisse aus der Sicht zweier Frauen, die ihm sehr nahe standen: Amelie, die Ehefrau, Mutter seiner Kinder, und Lydia, seine Geliebte und Muse. Für mich war das sehr interessant, da ich bisher kaum etwas über den Künstler wusste: Sein Kampf um Anerkennung wird im Buch sehr real. Auch Amelie kam mir sehr nahe, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ich habe ihren Mut vor allem zu Beginn der Ehe bewundert. Lydia kam ich nicht ganz so nahe, und doch wird ihr Wesen durch ihre Vorgeschichte durchaus plausibel. Der geschichtliche Hintergrund wird von der Autorin gut ausgeleuchtet, auch das hat mir gefallen. Die Wendung in der Mitte des Plots ist außerdem ein geschickter Schachzug, um die Spannung aufrecht zu halten und der Geschichte noch einmal einen anderen Blickwinkel zu geben. Eine unterhaltsame Lektüre!