Vielschichtig, eindringlich, berührend
Sophie Haydock erzählt in Die drei Farben der Liebe die Geschichte dreier Frauen, deren Leben eng mit dem französischen Maler Henri Matisse verbunden sind: seiner Ehefrau Amélie, seiner Tochter Marguerite und Lydia, die zunächst als Gesellschafterin in die Familie kommt und schließlich zum Lebensmenschen des Künstlers wird.
Besonders gut fand ich, dass jede der drei Frauen eine ganz eigene Stimme bekommen hat. Die Perspektiven wechseln und nach und nach entsteht ein immer vielschichtigeres Bild der Familie und ihrer Beziehungen zueinander. Dabei gibt es keine einfachen Zuschreibungen. Ich konnte mich in alle drei Frauen hineinversetzen und ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen, auch wenn mir Amélie bis zum Schluss am nächsten geblieben ist.
Überrascht hat mich, wie weit der Roman historisch ausholt. Neben der Kunst und dem Leben Matisses spielen auch die politischen und gesellschaftlichen Umstände eine wichtige Rolle. Einige Szenen, etwa jene in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder später während der Zeit des Nationalsozialismus, waren für mich schwer auszuhalten. Gleichzeitig zeigen gerade diese Passagen, wie sehr die Erlebnisse dieser Zeit die Frauen und die gesamte Familie geprägt haben.
Man merkt dem Roman die intensive Recherche der Autorin an. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, ein Sachbuch über Matisse und sein Umfeld zu lesen. Die historischen Hintergründe verbinden sich sehr selbstverständlich mit den persönlichen Geschichten der Figuren. Auch der ausführliche Epilog hat mir gut gefallen, weil darin noch einmal alle drei Frauen ihren Raum bekommen und ihre Geschichten zu einem Abschluss geführt werden.
Ein vielschichtiger, hervorragend recherchierter historischer Roman, der mich bis zum Ende gefesselt hat.
Besonders gut fand ich, dass jede der drei Frauen eine ganz eigene Stimme bekommen hat. Die Perspektiven wechseln und nach und nach entsteht ein immer vielschichtigeres Bild der Familie und ihrer Beziehungen zueinander. Dabei gibt es keine einfachen Zuschreibungen. Ich konnte mich in alle drei Frauen hineinversetzen und ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen, auch wenn mir Amélie bis zum Schluss am nächsten geblieben ist.
Überrascht hat mich, wie weit der Roman historisch ausholt. Neben der Kunst und dem Leben Matisses spielen auch die politischen und gesellschaftlichen Umstände eine wichtige Rolle. Einige Szenen, etwa jene in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder später während der Zeit des Nationalsozialismus, waren für mich schwer auszuhalten. Gleichzeitig zeigen gerade diese Passagen, wie sehr die Erlebnisse dieser Zeit die Frauen und die gesamte Familie geprägt haben.
Man merkt dem Roman die intensive Recherche der Autorin an. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, ein Sachbuch über Matisse und sein Umfeld zu lesen. Die historischen Hintergründe verbinden sich sehr selbstverständlich mit den persönlichen Geschichten der Figuren. Auch der ausführliche Epilog hat mir gut gefallen, weil darin noch einmal alle drei Frauen ihren Raum bekommen und ihre Geschichten zu einem Abschluss geführt werden.
Ein vielschichtiger, hervorragend recherchierter historischer Roman, der mich bis zum Ende gefesselt hat.