Sci-Fi mit Herz und einer Prise Existenzangst

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samu123 Avatar

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Schon das Cover ist wahrlich ein Hingucker, die Leseprobe hat mich dann vollkommen überzeugt, da mich vieles an HAL aus Space Odyssey in Kombi mit Passenger erinnert hat ;-)
Ambrose erwacht ohne jede Erinnerung an den Start an Bord der Coordinated Endeavor und mit ihm erwacht der Leser in einer Welt, die fremd, faszinierend und zutiefst unheimlich ist. Ein Bordsystem, das mit der Stimme seiner Mutter spricht und dabei trocken bemerkt, es hätte kein Problem damit, einen Rumpfbruch zu überstehen. Ein Roboter, der ihm ein Mikrofauna-Pellet serviert. Und eine orangefarbene Tür, die es eigentlich gar nicht geben dürfte...

Nüchtern, präzise und dennoch mit unglaublichem Witz fängt Eliot Schrefer das Leben an Bord ein, sodass ich das Geschehen bildlich vor mir sah und von der ersten Seite an mit Ambrose mitgefiebert habe. Die Dialoge zwischen Ambrose und dem Betriebssystem BS sind von einem trockenen Humor, der sich herrlich von der beklemmenden Atmosphäre abhebt und gerade dadurch die latente Bedrohung umso spürbarer macht. Was ist auf diesem Schiff wirklich los? Warum erinnert sich Ambrose nicht an den Start? Und wer verbirgt sich hinter dem Namen Kodiak?

Der Autor schafft es, den Leser so geschickt in die Geschichte zu entführen, hinein in die Stille des Alls, in die Einsamkeit zwischen den Sternen, in die Frage, was Wahrheit ist und wem man vertrauen kann. Mit jedem Kapitel wachsen die Fragen und die letzte Seite lässt mich mit einem Gefühl zurück, dass ich sofort wissen will, wie es weitergeht!