Achtung, hier wird enthusiastisch übertrieben!
Die Enthusiasten ist ein Roman, der sich weigert, in eine Schublade zu passen — und genau darin liegt sein Charme. Orths erzählt von einer Familie, die von Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes durchdrungen ist: Bücher hängen von der Decke, Kunst wird zum Lebenselixier, und jede Figur trägt ihre eigene Obsession wie ein Leuchten (oder eine Last) mit sich herum.
Im Zentrum stehen drei Geschwister, deren Lebenswege kaum unterschiedlicher sein könnten:
• ein Literaturfan, der sich in die Jagd nach einem angeblich verschollenen zehnten Band von Tristram Shandy verbeißt,
• eine Physikerin, die tief unter der Erde Dunkle Materie zu belauschen versucht,
• ein Film-Enthusiast, der Experimentalfilme erfindet, die so schräg sind, dass man sie sich sofort ansehen möchte.
Diese Exzentrik wirkt nie wie Selbstzweck. Orths nutzt sie, um über die Kraft von Kunst, über Verlust und über die Frage zu schreiben, wie Geschichten uns zusammenhalten — oder auseinanderdriften lassen. Besonders berührend ist die Figur der Mutter: lesebesessen, eigensinnig, liebevoll, und irgendwann spurlos verschwunden. Ihr Fehlen zieht sich wie ein leiser Schmerz durch das Buch.
Stilistisch ist der Roman ein Feuerwerk: verspielt, mutig, manchmal halsbrecherisch, aber immer mit Herz. Orths lotet aus, was Erzählen kann, und hat sichtlich Spaß daran, Grenzen zu verschieben. Wer klassische, geradlinige Romane erwartet, wird hier überrascht — wer Lust auf ein literarisches Abenteuer hat, wird begeistert sein.
Fazit: Ein ungewöhnlicher, warmherziger, manchmal verrückter Roman über Kunst, Familie und die Macht der Geschichten. Für alle, die Literatur nicht nur lesen, sondern erleben wollen.
Im Zentrum stehen drei Geschwister, deren Lebenswege kaum unterschiedlicher sein könnten:
• ein Literaturfan, der sich in die Jagd nach einem angeblich verschollenen zehnten Band von Tristram Shandy verbeißt,
• eine Physikerin, die tief unter der Erde Dunkle Materie zu belauschen versucht,
• ein Film-Enthusiast, der Experimentalfilme erfindet, die so schräg sind, dass man sie sich sofort ansehen möchte.
Diese Exzentrik wirkt nie wie Selbstzweck. Orths nutzt sie, um über die Kraft von Kunst, über Verlust und über die Frage zu schreiben, wie Geschichten uns zusammenhalten — oder auseinanderdriften lassen. Besonders berührend ist die Figur der Mutter: lesebesessen, eigensinnig, liebevoll, und irgendwann spurlos verschwunden. Ihr Fehlen zieht sich wie ein leiser Schmerz durch das Buch.
Stilistisch ist der Roman ein Feuerwerk: verspielt, mutig, manchmal halsbrecherisch, aber immer mit Herz. Orths lotet aus, was Erzählen kann, und hat sichtlich Spaß daran, Grenzen zu verschieben. Wer klassische, geradlinige Romane erwartet, wird hier überrascht — wer Lust auf ein literarisches Abenteuer hat, wird begeistert sein.
Fazit: Ein ungewöhnlicher, warmherziger, manchmal verrückter Roman über Kunst, Familie und die Macht der Geschichten. Für alle, die Literatur nicht nur lesen, sondern erleben wollen.