Die Jagd nach dem Zehnten Buch

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gerwine ogbuagu Avatar

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Zufall oder nicht: Es war auf einer Zugfahrt, dass unser Erzähler eine Ausgabe des „Tristram Shandy“ von Laurence Stern findet und ab da gefesselt wird von dem Text. Er geht so gar so weit, dass er sein Studienfach wechselt und Anglistik studiert.
Wir treffen überall auf Enthusiasten in dieser mitreißenden Geschichte, die diesem Roman seinen Namen geben. Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen, nämlich Laurence Sterne und seinem Tristam Shandy nachzuspüren, lernen wir die Familie des Erzählers kennen. Das Haus – ein Aufbewahrungsmedium für Bücher – Bücher überall, kein Platz in diesem Haus ohne Bücher – sogar von der Decke hängen sie in einer Konstruktion, die „Krähennest“ genannt wird. Das Herz dieser Familie ist Mutter – eine Frau wie man sie selten erleben kann. Sie gibt den Kindern Maximen mit, die sie nie vergessen werden wie: Schreiben heißt: Etwas, das nicht geschehen ist, so zu erzählen, dass der Leser glaubt, es sei geschehen. Beim Lesen und Zuhören ist es genauso. Sie ist eine großartige Erzählerin und möchte den Kindern weiter geben, dass danach dann das Schreiben kommt. So erzählt sie es ihrem Sohn Vince „Irgendwann wirst du schreiben, Vince“ sagte sie zu Vince. Auch erklärt sie den Kindern, „was uns ausmacht“. Etwas, das unserem Leben Sinn verleiht, etwas das uns antreibt, etwas wofür unser Herz brennt.“ Doch eines Tages verschwindet Mutter. Dann folgt die Suche nach der Mutter. Ein so großes Rätsel das sich durch die ganze Geschichte zieht. Genauso wie die Suche nach dem Zehnten Buch des Tristram Shandy von Sterne. Drei Freunde – Enthusiasten für Lawrence Sterne – reisen durch die Seiten auf der Suche nach dem Zehnten Buch des Tristram Shandy, das ohne eine sehr große Summe nicht zu haben ist. Dieses Erlebnis einer Geschichte fesselt durch die die meisterhafte Erzählweise. Wer noch nie vorher etwas von diesem Schriftsteller gelesen hat, wird sich nun auf die Suche machen nach weiteren Geschichten. Ähnlichkeit an Sternes Erzählweise von „Tristram Shandy“ ist wohl beabsichtigt – man kann sich diesem Eindruck nicht entziehen, wenn man auch nur ein Kapitel dieses unglaublich faszinierenden Werkes liest.