Verwirrend und stellenweise langatmig!

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rincewind Avatar

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Markus Orths kenne ich vom Roman Lehrerzimmer und hatte gehofft, ein ähnliches Feuerwerk von absurden Ideen und Charakteren vorzufinden. Leider wurde ich enttäuscht.

In dem Buch geht es um große Fans des Schriftstellers Lawrence Sterne. (Man möge mir meine Unwissenheit verzeihen, aber ich musste erstmal recherchieren, ob es ihn überhaupt gibt und was er geschrieben hat.) Es beginnt interessant, schildert die Begegnung mit einer Unbekannten, schweift dann aber stellenweise ab, wird teilweise absurd und kommt nicht voran. So wird z.B. eine ganze Seite lang geschildert, was alles in Laufe des letzten Tages Uninteressantes passiert ist und deswegen eben nicht geschildert werden soll. Vielleicht bin ich beim Lesen ja zu ungeduldig, aber mir sagt das nichts. Und die Telefongespräche mit dem Vater des Erzählers sind für mich einfach nur sinn- und zusammenhangslose Sätze.

Für vereinzelte nette Formulierungen und Sprachspiele gibt's zwei Sterne, aber weiterempfehlen kann ich das Buch nicht.