Verwirrend und voller Metaphern

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lakritzlikör Avatar

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Das Buch hat einen ganz besonderen Erzählstil. Es ist in zwei Zeiten unterteilt, die Gegenwart, in der die Geschichte momentan spielt und die Vergangenheit, in der vor allem über die Kindheit von Vince erzählt wird. An sich könnte die ganze Story ganz cool sein. Aber sie ist teilweise wirklich anstrengend zu lesen. Es gibt kaum einen Satz ohne Metapher und viele lange Schachtelsätze, die man sich nicht nur einmal durchlesen muss, um sie zu verstehen. Dadurch wird meiner Meinung nach der natürliche Lesefluss gestört. Ich hatte auch das Gefühl, dass der Autor soviele Fremdwörter wie möglich unterbringen wollte und das scheint mir von der Realität doch weit weg zu sein, denn niemand benutzt Sätze wie "Wenn die von ihnen ausgefrästen und sauber gewaschenen und auf Wäscheleinen gehängten und in aller Brutalität der sezierenden Blicke ausgeweideten und ausgeklopften Innereien wenigstens erzählenswert wären!" Wenn das ein Gedanke wäre, okay. Aber als Satz in einem Dialog ist mir das zu weit hergeholt. Kein Mensch spricht so. Und so geht es das ganze Buch über, was ich etwas ermüdend finde. Ich werde das Buch vermutlich nicht nochmal lesen.