Eine poetische Geschichte über Leichtigkeit und das Loslassen

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boardgiulie Avatar

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Herr Leopold, der schweben konnte hat mich vom ersten Moment an berührt. Bereits die ersten Seiten machen klar, dass es hier um weit mehr geht als einen Mann, der tatsächlich schweben kann. Die Geschichte erzählt auf wunderbare Weise davon, wie wir uns im Laufe des Lebens verändern – und manchmal vergessen, wer wir eigentlich einmal waren.

Besonders beeindruckt hat mich die Botschaft. Herr Leopold wird von seiner Umwelt immer mehr dazu gebracht, seine besondere Fähigkeit zu unterdrücken. Nach und nach trägt er so viel Ballast mit sich herum, dass ihm das Schweben unmöglich wird. Dieses Bild ist unglaublich stark und lässt sich auf so viele Situationen im Leben übertragen – Erwartungen anderer, Sorgen oder Verpflichtungen, die uns immer schwerer werden.

Ein echtes Highlight ist die Begegnung mit Mathilda. Sie erinnert Herrn Leopold ganz selbstverständlich daran, was einst zu ihm gehörte, und hilft ihm dabei, dieses Gefühl wiederzufinden. Besonders schön fand ich die Beschreibung des Schwebegefühls als „himmelweit, pusteblumenleicht, windgetragen, vogelfrei und wolkenweich“. Diese wenigen Worte erzeugen sofort Bilder im Kopf und laden zum Träumen ein.