Schwerkraft beginnt im Kopf
Das Bild mit den ganzen angehängten Gegenständen, Fahrrad, Anker, Regenschirm, alles baumelt an ihm dran, damit er ja nicht abhebt, ist der stärkste Moment im Buch. Da wird auf einen Blick klar, wie viel Ballast die Angst der anderen ihm aufbürdet. Auch der Satz "Schwerkraft, so lernte er, beginnt im Kopf" hat mir gut gefallen, das ist eine schöne Umkehrung von Anpassung als etwas, das man sich selbst antut. Die Botschaft, sich selbst treu zu bleiben und nicht auf die Ängste anderer einzugehen, ist genau mein Ding. Was mich etwas stört: Mathilda taucht ziemlich spät auf und rettet die Sache fast zu glatt, das Gefühl-Wiederfinden geht sehr schnell. Der Zeichenstil ist verspielt und warm, die fliegenden Figuren mit den wehenden Haaren und Kleidern gefallen mir richtig gut.