Bedrückend

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Das Cover ist schon düster und vermittelt die bedrückte Stimmung, die dieser Krimi durchaus hervorruft. Allein das Kinderfahrrad verlassen am Rand, ruft unschöne Assoziationen vor.

Arno Groth ist Ermittler und aus Hamburg nach Wechtershagen gewechselt. Dies hat schwere persönliche Gründe, die kurz im Buch erläutert werden, aber keine besondere Gewichtung bekommen.
Es verschwindet ein Junge und nachdem klar wird, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass es ein Unfall oder Weglaufen war, wird auch noch eine Leiche gefunden.
Bei den Ermittlungen tauchen immer wieder neue Fragezeichen auf und der Spürsinn, lässt Groth hier und da zweifeln, aber auch genauer nachschauen.
Da gibt es noch eine Taxifahrerin und ihren Sohn- sie haben ein Geheimnis, aber was es ist, ist vorerst nicht greifbar. Hat es mit dem Fall zu tun? Und was ist mit dem getöteten Jungen vor einigen Jahren- Zufall oder passt da doch mehr zusammen?

Der Krimi ist spannend und der Fall lässt sich gut verfolgen. Als Nebenstrang wird noch eine emotionale Geschichte, ich möchte nicht sagen Romanze, aufgemacht- die ist aber so nebensächlich, dass, für mein Empfinden, man diese gut einfach weglassen hätte können. Trägt wenig zur Geschichte bei.
Wenn Kinder verschwinden, ist das an sich furchtbar genug. Es wurde geschafft, diese Stimmung aufrecht zu halten ohne dabei grausam und zu aufgeregt zu werden. Das hat mir gut gefallen.