Bildgewaltig, erschütternd und absolut fesselnd
Die Lektüre dieses Romanausschnitts hat mich tief bewegt und mir eine anhaltende Gänsehaut verpasst. Die Autorin versteht es meisterhaft, Naturbeobachtungen, Charaktere und Beziehungsgeflechte so lebendig und organisch zu schildern, dass sich vor dem inneren Auge sofort eine plastische Bühne aufbaut.
Erzählt wird die Geschichte einer jungen Protagonistin (geboren ca. 1928), die gemeinsam mit ihrer Mutter die an der Front kämpfenden Männer ersetzen muss und die unerbittliche Härte der damaligen Erziehung am eigenen Leib erfährt. Eine zentrale Rolle spielt der Fluss, der im Buch ständig präsent ist. Er prägt die Atmosphäre und wird zum Schauplatz einer existenziellen Bewährungsprobe, als die Protagonistin ihren kleinen Bruder nach einem Unfall aus den reißenden Fluten rettet.
Neben der Lebendigkeit der Natur, in der auch die Schönheit der Tier- und Vogelwelt ihren Platz findet, zeigt sich die Tyrannei im Dorf: Der lokale Müller nutzt seine wirtschaftliche Machtstellung aus, um die Bauern politisch zu gängeln und eine beängstigende Allmacht zu demonstrieren. Als Personifikation des NS-Regimes treibt er 13-jährige Kinder in den Kriegsdienst, stempelt den gebrechlichen Bruder der Familie als „unwertes Leben“ ab und rät kaltblütig dazu, den Jungen wegzugeben, da man keinen „unnützen Esser“ durchfüttern könne. Zwischen den Zeilen schwingt hier unmissverständlich das unausgesprochene, grausame Schicksal der Euthanasie jener Zeit mit.
Diese Leseprobe ist ein literarisch bemerkenswerter Auftakt, der den Weg der Protagonistin hin zu ihrer späteren Berufung als Kapitänin eindrucksvoll einleitet!
Erzählt wird die Geschichte einer jungen Protagonistin (geboren ca. 1928), die gemeinsam mit ihrer Mutter die an der Front kämpfenden Männer ersetzen muss und die unerbittliche Härte der damaligen Erziehung am eigenen Leib erfährt. Eine zentrale Rolle spielt der Fluss, der im Buch ständig präsent ist. Er prägt die Atmosphäre und wird zum Schauplatz einer existenziellen Bewährungsprobe, als die Protagonistin ihren kleinen Bruder nach einem Unfall aus den reißenden Fluten rettet.
Neben der Lebendigkeit der Natur, in der auch die Schönheit der Tier- und Vogelwelt ihren Platz findet, zeigt sich die Tyrannei im Dorf: Der lokale Müller nutzt seine wirtschaftliche Machtstellung aus, um die Bauern politisch zu gängeln und eine beängstigende Allmacht zu demonstrieren. Als Personifikation des NS-Regimes treibt er 13-jährige Kinder in den Kriegsdienst, stempelt den gebrechlichen Bruder der Familie als „unwertes Leben“ ab und rät kaltblütig dazu, den Jungen wegzugeben, da man keinen „unnützen Esser“ durchfüttern könne. Zwischen den Zeilen schwingt hier unmissverständlich das unausgesprochene, grausame Schicksal der Euthanasie jener Zeit mit.
Diese Leseprobe ist ein literarisch bemerkenswerter Auftakt, der den Weg der Protagonistin hin zu ihrer späteren Berufung als Kapitänin eindrucksvoll einleitet!