Ruhe und Stärke
Was für eine besondere und ruhige Atmosphäre diese Geschichte doch hat. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht, weil ich zuerst nicht genau wusste, was mit der „Flussfrau“ gemeint ist. In der Leseprobe bekommt man schnell das Gefühl, dass der Fluss nicht einfach nur der Ort ist, an dem die Geschichte spielt, sondern fast selbst zu einer Figur wird. Besonders interessant finde ich Anneliese, die sich in einer Zeit, in der Frauen in solchen Berufen eher eine Ausnahme waren, dazu entscheidet, Kapitänin zu werden. Dadurch wirkt sie auf mich ziemlich eigenwillig und gleichzeitig selbstbewusst. Ich mag auch den Gegensatz zwischen ihrem Leben an Land und ihrer Freiheit auf dem Wasser. Die Sprache wirkt auf mich eher ruhig und bildhaft und passt dadurch gut zu dieser Geschichte, bei der wahrscheinlich nicht nur die Handlung, sondern auch die Atmosphäre eine große Rolle spielt. Gleichzeitig macht die Leseprobe neugierig, weil schon angedeutet wird, dass Anneliese etwas aus ihrer Vergangenheit mit sich trägt und der Fluss ein Geheimnis bewahrt. Ich bin deshalb gespannt, wie sich ihr Leben auf dem Schiff entwickelt und was hinter diesem Geheimnis steckt. Insgesamt wirkt das Buch auf mich wie eine Mischung aus einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte, Familien- und Zeitgeschichte und einer atmosphärischen Geschichte rund um den Fluss.