Sehr inspirierend!

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loddeliest Avatar

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Das Cover hat mich direkt angesprochen. Ich mag das kräftige Blau und den großen Vogel, auch wenn ich nach der Leseprobe noch nicht ganz greifen kann, was genau er mit der Geschichte zu tun haben wird. Gerade das macht es aber auch interessant.

Der Einstieg hat bei mir wahrscheinlich am besten funktioniert: Die nächtliche Szene auf dem Wasser ist düster und rätselhaft und wirft direkt Fragen auf. Der anschließende Sprung in Annelieses Kindheit hat mich zunächst etwas ausgebremst, weil die Geschichte dort deutlich ruhiger wird. Stellenweise waren mir die Beschreibungen auch etwas zu ausführlich. Gleichzeitig entsteht dadurch aber ein ziemlich lebendiges Bild von Annelieses Familie, dem Hof und dem Leben während des Nationalsozialismus.

Anneliese finde ich bisher am spannendsten. Sie wirkt eigensinnig, mutig und gleichzeitig sehr feinfühlig. Auch ihre Freundschaft mit Edith mochte ich direkt. Besonders interessant finde ich außerdem ihre Verbindung zum Fluss, der für sie sowohl Sehnsuchtsort als auch etwas Gefährliches ist.
Ich erwarte eine eher ruhige, emotionale Geschichte, in der sich nach und nach erschließt, wie Annelieses Vergangenheit mit der Szene am Anfang zusammenhängt. Genau dieses offene Rätsel würde mich weiterlesen lassen – auch wenn ich hoffe, dass die Handlung im weiteren Verlauf etwas mehr Tempo bekommt.