Zwischen Fluss, Krieg und Neuanfang

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igraine78 Avatar

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Mein erster Leseeindruck ist sehr positiv. Das Cover gefällt mir optisch sehr, allerdings wundere ich mich, dass darauf ein Silberreiher zu sehen ist, wo doch in der Leseprobe Störche eine symbolische Rolle spielen. Ist das Absicht?
Der Schreibstil hingegen gefällt mir uneingeschränkt. Er ist bildhaft und atmosphärisch und belebt die Umgebung und das Leben der Figuren während des Krieges. Besonders die Beschreibungen der Natur haben mir gefallen. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr der Krieg in den Alltag der Menschen eindringt. Die Geschichte wirkt dadurch nicht wie eine bloße historische Erzählung, sondern sehr persönlich.
Auch der Spannungsaufbau hat mich überzeugt. Die Leseprobe beginnt zunächst mit Anneliese als neunjährigem Mädchen und vermittelt einen Eindruck von ihrem Leben auf dem Bauernhof. Durch den Zeitsprung ins Jahr 1945 verändert sich die Stimmung deutlich: Aus Kindheitserinnerungen werden Krieg, Verlust, Hunger und Angst. Besonders spannend finde ich, dass viele Fragen offenbleiben.
Anneliese ist mir als Hauptfigur sofort sympathisch. Sie ist zwar zierlich und wird von anderen als schwach wahrgenommen, beweist aber immer wieder Mut und Entschlossenheit. Auch ihre enge Freundschaft mit Edith gefällt mir. Die beiden Mädchen halten trotz Hunger, Krieg und schwieriger Lebensumstände zusammen.
Ich würde das Buch deshalb gerne weiterlesen, weil die Geschichte spannend, emotional und zugleich sehr anschaulich erzählt wird und ich wissen möchte, ob nach all den Verlusten tatsächlich ein Neuanfang möglich ist.