Am Steuerrad des Lebens

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lilanini Avatar

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Annelieses Leben wird von 1937 bis 2020 ruhig, immer "in Fließrichtung des Flusses" erzählt. Dabei ist sie über weite Teile ihres Lebens ziemlich einsam. In ihrer Kindheit auf dem Bauernhof verschwinden zuerst, der Vater und ihre Brüder, sowie die meisten Männer des Dorfes aus ihrem Leben. Und als sie sich durch ihre Heirat gegen den Hof entscheidet, führt sie ihr Leben auf einem Schiff mit maximal drei Schlafplätzen weiter. Zwar sind die Plätze immermsl mit wechselnden Menschen belegt, aber tiefe Beziehungen, die etwas Schwung in Lis' Leben bringen könnten, sind selten. Obwohl Lis bezeiten das Steuer ihres Schiffs und ihres Lebens selbst in die Hand nimmt, bleibt sie doch immer in der sicheren Umgebung ihrer Heimatgewässer. Immerwieder wird ihre Naturverbundenheit durch eine lebendie Beschreibung der Tierwelt am Fluss deutlich. Doch auch, wenn Lis merkt, dass sich die Flusswelt durch die zunehmende Industrialisierung immer mehr verändert, bleibt sie Beobachtende.
Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen, denn die Geschichte strahlt eine ruhige Kraft und Zufriedenheit aus, die heutzutage selten sind.