Bewegend und atmosphärisch

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Hallo ihr Lieben,
heute habe ich meine Rezension zu „Die Flussfrau“ von Tanja Weber für euch. Auf dieses Buch bin ich durch das schöne Cover und den Titel aufmerksam geworden. Hier herrscht große Wasserliebe und daher traf der Inhalt absolut meinen Geschmack.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Lis. Als ihr Mann bei einem Schiffsunglück ertrinkt, trifft die junge Anneliese, genannt Lis, eine Entscheidung, die alle für unmöglich halten. Sie wird Kapitänin und kämpft sich in einer von Männern dominierten Welt auf ihrem Lastenkahn durch Widerstände und Vorurteile – bis sie auf dem Wasser endlich die Freiheit findet, die ihr an Land versagt blieb. Eines Tages tritt der griechische Schiffsmechaniker Vassili in ihr Leben und weckt in ihr eine Liebe, die alles verändert …

Der Einstieg in diese Geschichte ist mir dank des flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstils von Tanja Weber gut gelungen. Die Autorin schreibt bildhaft, aber sie verliert sich nicht in zu vielen Details, was eine Mischung ist, die ich sehr mag. Mit der Protagonistin Lis hat sie eine facettenreiche und starke Frauenfigur erschaffen, die sich trotz aller Widerstände nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Doch trotz der guten Beschreibungen ist sie mir lange Zeit fern geblieben und erst gegen Ende des Buches konnte mich die Geschichte berühren. Das hat mich gewundert, da es einige Inhalte gibt, die durchaus rühren und bewegen.

Die Nebencharaktere und die zwischenmenschlichen Beziehungen jeglicher Art hat die Autorin ebenfalls gut beschrieben, aber am meisten mochte ich die Entwicklungen in der Geschichte live vom Schiff aus gemeinsam mit Lis zu erleben. Zudem gab es neben den Entwicklungen im Leben der Protagonistin auch immer wieder Momente in denen familiäre Bande, Entscheidungen und Verluste eingeflochten wurden. Das waren ebenfalls Passagen, die mich sehr berührt haben.

Wer gerne zu vielschichtigen Romanen greift und eine starke Protagonistin kennenlernen möchte, die sich in der Schifffahrt zu behaupten weiß, sollte sich „Die Flussfrau“ unbedingt näher anschauen.