Biografie einer bemerkenswerten Frau

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jessy1968 Avatar

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Die Farben des Covers und das tolle Motiv gefallen mir sehr gut. Im Gegenteil zu all Ihren bisherigen Covern überrascht mir die Autorin hier im positiven Sinn. Allerdings wäre wohl ein Storch passender gewesen, da von solchen immer wieder die Rede ist. Der Titel selbst machte mich neugierig und ich war gespannt, welchen Eindruck das Buch letztendlich auf mich macht.

Die Geschichte beginnt, als Anneliese, auch Lis genannt, als kleines Mädchen zusammen mit ihrer besten Freundin Edith den Krieg erlebt. Die Familien werden zerrissen, Väter und Brüder in den Krieg geschickt uns sie muss mit Ihrer Mutter und einem nicht für die Front geeigneten kleinen Bruder den Hof alleine bewirtschaften.

Die Autorin bring sehr ausdrucksstark die Atmosphäre des Geschehens wieder und obwohl ich den Krieg Gott sei Dank nur von Erzählungen her kenne, sehe ich alles sehr bildhaft vor mir. Die Geschichte ist sehr lebendig und die Charaktere wirken mir sehr vertraut. Ein bisschen habe ich gebraucht um in die Handlung reinzukommen. Dann jedoch wollte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Generell finde ich Bücher über die (Nach-)Kriegszeit nicht einfach zu lesen. Hier punktet die Autorin mit einer sehr flüssigen Schreibweise und einem angenehmen Schriftbild.

Die Geschichte wird zu Lis‘ Biografie. Sie erzählt, wie sie ihren Mann verliert und seine Nachfolge auf dem Lastenkahn übernimmt. Jenseits aller Vorstellungen in den 50-er Jahren, dass eine Frau solch einen Platz einnehmen könnet. Was dann folgt ist die großartige Erzählung über eine bemerkenswerte und starke Frau, deren Leben nicht einfach ist, die aber gelernt hat das Leben genauso anzunehmen, wie es kommt und uns damit mit gutem Beispiel vorausgeht.

Großartiges Buch! Klare Leseempfehlung für alle, die teilhaben möchten an Lis‘ bewegtem Leben.