Das Leben fließt wie ein Fluss

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In diesem Buch vereinen sich mehrere interessante Themen: eine Frau in den späten 1950er Jahren kämpft sich in eine beruflichen Männerdomäne, wie Frauen im und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg das Leben am Laufen hielten und Entnazifizierung in Deutschland.
Die junge Anneliese fährt mit ihrem Mann einen Lastenkahn auf einem Fluss. Als ihr Mann ertrinkt, beschließt sie, Kapitänin zu werden - entgegen aller Vorurteile und Widerstände. Wir begleiten diese außergewöhnliche Frau bis in das Jahr 2020, erleben den wirtschaftlichen Aufstieg und Wandel und all die Auswirkungen dessen auf Lis, die ihre große Liebe findet, ihre beste Freundin fast verliert und ihr Leben lang ein düsteres Geheimnis mit sich trägt, was nur der Fluss kennt.
Tanja Weber zeichnet das Bild einer starken, faszinierenden Frau, nimmt aber leider zu oft, den Lauf der Geschichte vorweg und entzieht dem Buch damit etwas Spannung. Etwas weniger Vorhersehbarkeit wäre schön gewesen, trotzdem eine Leseempfehlung.