Ein ganzes Leben, das vor sich hinplätschert
„Die Flussfrau“ erzählt Annelieses (Lis') Leben von ihrer Kindheit während der NS-Zeit bis zu ihrem Tod. Nach dem Krieg heiratet sie einen Binnenschiffer und verbringt den größten Teil ihres Lebens auf dem Schiff. Sie genießt diese Arbeit, obwohl sie hart und entbehrungsreich ist. Später wird sie selbst Kapitänin und muss sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten.
Was mir an dem Roman gefallen hat, ist der ruhige Blick auf diesen ungewöhnlichen Lebensentwurf. Besonders die längeren Passagen über den Alltag auf dem Binnenschiff fand ich erstaunlich kurzweilig. Obwohl dort eigentlich kaum etwas passiert, liest man gerne über die Arbeit, das Leben an Bord und die Veränderungen, die sich über die Jahre ergeben.
Gleichzeitig liegt genau hier auch mein größtes Problem mit dem Buch: Die Handlung plätschert eigentlich von Anfang bis Ende vor sich hin. Es gibt zwar einzelne Ereignisse – die Gewalt durch ihren Mann, seinen Tod bei einem Schiffsunglück, einen Raubüberfall, die Auflösung eines lange zurückliegenden Geheimnisses und schließlich eine neue Liebe –, aber nichts davon entwickelt eine wirkliche Sogwirkung. Die Geschichte scheint auf kein bestimmtes Ziel zuzusteuern. Am Ende bleibt vor allem das Gefühl, ein ganzes Leben begleitet zu haben, ohne dass davon besonders viel hängen bleibt.
Auch sprachlich ist der Roman für mich eher unauffällig. Er liest sich angenehm und flüssig, ist aber keineswegs so außergewöhnlich geschrieben, dass ich nachvollziehen könnte, warum gerade diese Geschichte mich unbedingt erreichen sollte.
Unterm Strich: ein durchaus lesbarer, ruhiger Roman über ein ungewöhnliches Leben, der mich aber weder besonders berührt noch nachhaltig beschäftigt hat. Ich fand ihn völlig in Ordnung, aber ich hätte auch nichts verpasst, wenn ich ihn nicht gelesen hätte.
Was mir an dem Roman gefallen hat, ist der ruhige Blick auf diesen ungewöhnlichen Lebensentwurf. Besonders die längeren Passagen über den Alltag auf dem Binnenschiff fand ich erstaunlich kurzweilig. Obwohl dort eigentlich kaum etwas passiert, liest man gerne über die Arbeit, das Leben an Bord und die Veränderungen, die sich über die Jahre ergeben.
Gleichzeitig liegt genau hier auch mein größtes Problem mit dem Buch: Die Handlung plätschert eigentlich von Anfang bis Ende vor sich hin. Es gibt zwar einzelne Ereignisse – die Gewalt durch ihren Mann, seinen Tod bei einem Schiffsunglück, einen Raubüberfall, die Auflösung eines lange zurückliegenden Geheimnisses und schließlich eine neue Liebe –, aber nichts davon entwickelt eine wirkliche Sogwirkung. Die Geschichte scheint auf kein bestimmtes Ziel zuzusteuern. Am Ende bleibt vor allem das Gefühl, ein ganzes Leben begleitet zu haben, ohne dass davon besonders viel hängen bleibt.
Auch sprachlich ist der Roman für mich eher unauffällig. Er liest sich angenehm und flüssig, ist aber keineswegs so außergewöhnlich geschrieben, dass ich nachvollziehen könnte, warum gerade diese Geschichte mich unbedingt erreichen sollte.
Unterm Strich: ein durchaus lesbarer, ruhiger Roman über ein ungewöhnliches Leben, der mich aber weder besonders berührt noch nachhaltig beschäftigt hat. Ich fand ihn völlig in Ordnung, aber ich hätte auch nichts verpasst, wenn ich ihn nicht gelesen hätte.