Ein Leben auf dem Fluss

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Was für eine besondere Lebensgeschichte. „Die Flussfrau“ erzählt von Anneliese, die als Lis ihr Leben lang nach Freiheit und Selbstbestimmung sucht. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, erlebt sie den Zweiten Weltkrieg und die schwierigen Jahre danach. Doch irgendwann führt sie ihr Weg aufs Wasser und damit in ein Leben, das ganz anders aussieht als das, was für eine Frau ihrer Zeit vorgesehen war.

Ich mochte Lis als Hauptfigur sehr. Sie ist keine klassische Heldin, sondern eine Frau, die immer wieder mit schweren Situationen umgehen muss und trotzdem ihren eigenen Weg geht. Besonders schön fand ich ihre Verbindung zum Wasser und zur Natur. Die Beschreibungen von Fluss, Tieren und den verschiedenen Jahreszeiten waren für mich immer wieder kleine Ruhepausen in der Geschichte.

Spannend fand ich auch die Einblicke in die Flussschifffahrt. Man bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie das Leben auf einem Schiff aussah und wie Lis sich in einer Männerwelt behaupten muss.

Tanja Weber erzählt Lis’ Geschichte ruhig und unaufgeregt, aber gerade dadurch haben mich viele ihrer Erlebnisse umso mehr berührt. Ein Buch über Freiheit, Freundschaft, Verlust und die Frage, wie man sein eigenes Leben leben möchte. Lis werde ich auf jeden Fall noch eine Weile im Kopf behalten.