Eine bewegende Geschichte über Freiheit zwischen Hof und Wasser
★★★★½
"Die Flussfrau" hat mich vor allem am Anfang richtig gepackt. Die ersten Seiten über die Kindheit von der Protagonistin Lis, den Krieg und ihr Leben auf dem Hof (zwischen Celle und Verden, direkt Pluspunkt für die Nähe zu meiner Heimat) waren für mich unglaublich greifbar und atmosphärisch. Ich habe die Beschreibungen sehr geliebt und war schnell in Tanja Webers Geschichte angekommen.
Lis ist eine interessante Protagonistin. Gerade ihre eher nüchterne Art, mit manchen Dingen umzugehen, mochte ich sehr, weil nicht alles schön geredet wird. Besonders wie sie sich als Frau in einer Welt durchsetzt, in der ihr vieles schlicht nicht zugestanden wird – sei es in ihrer Ehe oder später in der Schifffahrt.
„Lis wusste, dass dies der Preis für ein Leben in Freiheit war - einen Teil dieser Freiheit musste sie an ihren Ehemann abtreten, der per Gesetz jedes Recht hatte, darüber zu verfügen. So wie er wollte. Auch gegen ihren Willen.“
Der Schreibstil ist sehr poetisch, die Liebe zum Wasser sehr spürbar. Ich mochte, wie die Kapitel jeweils beendet wurden und wie die Handlung durch Beschreibungen von Wasser, Natur, Tieren und Lis’ Gefühlswelt aufgelockert wird.
Gleichzeitig ist vieles unglaublich hart und unfair, aber gerade dadurch auch sehr realistisch. Lis und ihre Familie müssen so viele Schicksalsschläge durchstehen, dass ich an vielen Stellen richtig mit ihnen mitgefühlt habe.
Für mich hätte die Geschichte ein wenig früher enden können - ungefähr 60 Seiten vor Schluss hätte ich mit dem Gefühl leben können, dass alles erzählt ist und Lis ihren Frieden gefunden hat. Die letzten Seiten haben mich deshalb leider nicht mehr ganz so abgeholt wie der Rest. Trotzdem hat mich das Ende noch einmal sehr berührt.
Insgesamt ein sehr atmosphärisches, poetisches und bewegendes Buch über Freiheit, Familie, Liebe und das Leben auf dem Wasser.
"Die Flussfrau" hat mich vor allem am Anfang richtig gepackt. Die ersten Seiten über die Kindheit von der Protagonistin Lis, den Krieg und ihr Leben auf dem Hof (zwischen Celle und Verden, direkt Pluspunkt für die Nähe zu meiner Heimat) waren für mich unglaublich greifbar und atmosphärisch. Ich habe die Beschreibungen sehr geliebt und war schnell in Tanja Webers Geschichte angekommen.
Lis ist eine interessante Protagonistin. Gerade ihre eher nüchterne Art, mit manchen Dingen umzugehen, mochte ich sehr, weil nicht alles schön geredet wird. Besonders wie sie sich als Frau in einer Welt durchsetzt, in der ihr vieles schlicht nicht zugestanden wird – sei es in ihrer Ehe oder später in der Schifffahrt.
„Lis wusste, dass dies der Preis für ein Leben in Freiheit war - einen Teil dieser Freiheit musste sie an ihren Ehemann abtreten, der per Gesetz jedes Recht hatte, darüber zu verfügen. So wie er wollte. Auch gegen ihren Willen.“
Der Schreibstil ist sehr poetisch, die Liebe zum Wasser sehr spürbar. Ich mochte, wie die Kapitel jeweils beendet wurden und wie die Handlung durch Beschreibungen von Wasser, Natur, Tieren und Lis’ Gefühlswelt aufgelockert wird.
Gleichzeitig ist vieles unglaublich hart und unfair, aber gerade dadurch auch sehr realistisch. Lis und ihre Familie müssen so viele Schicksalsschläge durchstehen, dass ich an vielen Stellen richtig mit ihnen mitgefühlt habe.
Für mich hätte die Geschichte ein wenig früher enden können - ungefähr 60 Seiten vor Schluss hätte ich mit dem Gefühl leben können, dass alles erzählt ist und Lis ihren Frieden gefunden hat. Die letzten Seiten haben mich deshalb leider nicht mehr ganz so abgeholt wie der Rest. Trotzdem hat mich das Ende noch einmal sehr berührt.
Insgesamt ein sehr atmosphärisches, poetisches und bewegendes Buch über Freiheit, Familie, Liebe und das Leben auf dem Wasser.