Eine Frau zieht ihr Ding durch
Lis, Tochter eines Grossbauern, hat im zweiten Weltkrieg den ältesten Bruder verloren, der eingezogene Vater ist verschollen. Um einer drohenden Zwangsheirat zu entgehen, heiratet sie überstürzt Binnenschiffer Horst und zieht auf seinen 38 Meter langen Lastenkahn. Aus Geldmangel bildet ihr Mann Lis als Matrose aus, und mit Fleiss und Disziplin ist sie bald in der Lage, sämtliche Arbeiten an Bord auszuführen. Sie liebt es, an und im Wasser zu sein und damit tröstet sie sich über die Tatsache hinweg, dass ihr Ehemann ein Trinker ist und zunehmend gewalttätig wird - auch ihr gegenüber.
Als ihr Mann bei einem Unfall ertrinkt, ergreift sie wortwörtlich selbst das Ruder und führt den Schiffsbetrieb weiter, obwohl er verschuldet ist. Liz will endlich ihre eigene Chefin und nie mehr abhängig von Männern sein. Doch dann muss sie von einem unglaublichen Verrat erfahren, der ihr Weltbild erschüttert.
Mir gefiel die Protagonistin als eine vom Schicksal mehrfach gebeutelte, jedoch kämpferische Figur. Eine aufrechte Frau, deren Pragmatismus und Ehrlichkeit beeindruckten, ebenso ihr stetiger Blick nach vorne. Der Schreibstil ist flüssig und wach. Die Figuren sind lebendig und klar gezeichnet, die Seitenlänge optimal.
Ein gelungenes Buch, das wertvolle Fragen aufwirft: Wo hört Anpassen auf und wird zum Erdulden? Wieviel sind wir bereit hinzunehmen, wenn unsere eigenen Träume und Sehnsüchte eigentlich ganz woanders liegen? Und vor allem: Wer möchte ich sein?
Als ihr Mann bei einem Unfall ertrinkt, ergreift sie wortwörtlich selbst das Ruder und führt den Schiffsbetrieb weiter, obwohl er verschuldet ist. Liz will endlich ihre eigene Chefin und nie mehr abhängig von Männern sein. Doch dann muss sie von einem unglaublichen Verrat erfahren, der ihr Weltbild erschüttert.
Mir gefiel die Protagonistin als eine vom Schicksal mehrfach gebeutelte, jedoch kämpferische Figur. Eine aufrechte Frau, deren Pragmatismus und Ehrlichkeit beeindruckten, ebenso ihr stetiger Blick nach vorne. Der Schreibstil ist flüssig und wach. Die Figuren sind lebendig und klar gezeichnet, die Seitenlänge optimal.
Ein gelungenes Buch, das wertvolle Fragen aufwirft: Wo hört Anpassen auf und wird zum Erdulden? Wieviel sind wir bereit hinzunehmen, wenn unsere eigenen Träume und Sehnsüchte eigentlich ganz woanders liegen? Und vor allem: Wer möchte ich sein?