Eine starke Frau und eine atmosphärische Geschichte
Das Cover von „Die Flussfrau“ von Tanja Weber gefällt mir sehr. Ich mag das intensive Blau des Hintergrunds im Kontrast zu den hellen Farben des Fischreihers und auch, wenn ich das Orange des Titels als nicht ganz stimmig empfinde und mit Weiß zum Beispiel glücklicher gewesen wäre, so schafft es doch einen ansprechenden Bruch und macht auf sich aufmerksam. Zudem schätze ich es sehr, dass die Gestaltung so gut zur Geschichte passt.
Diese erzählt von Lis, die trotz einer Kindheit und Jugend auf einem Bauernhof, eng verbunden ist mit einem Fluss, bzw. dem Wasser überhaupt. Sie heiratet einen Binnenschiffer und trifft eine folgenschwere Entscheidung, als dieser bei einem Unglück ums Leben kommt: sie wird selber Kapitänin! Alle um sie herum halten dies für unmöglich, anmaßend und einfach grundlegend falsch, so dass sich Lis mit vielen Anfeindungen, Widerständen und Vorurteilen auseinandersetzen muss, doch sie geht ihren Weg. Und wir als LeserInnen dürfen sie, sowie ihr Leben und die Veränderungen des Landes über einen langen Zeitraum begleiten.
Tanja Weber ist mit „Die Flussfrau“ ein Roman gelungen, der mich mitgenommen hat, auf eine ganz besondere Lebensreise auf dem Wasser und der mich in seiner leisen Art sehr bewegen konnte. Es ist ihr gelungen, dass mir Lis sehr ans Herz gewachsen ist, ich mit ihr gefühlt, gebangt und gejubelt habe. Dabei geschieht alles in leisen und zurückhaltenden Beschreibungen, die wunderbar zu Lis´ Art zu leben passen und mir wahrscheinlich auch daher so stimmig und eindrücklich erschienen. Es gibt wunderschöne Naturbeschreibungen, die mir sehr gefallen haben und die uns LeserInnen einen tiefen Einblick in Lis´Wahrnehmung erlauben. Über diese dürfen wir, zusätzlich zu der Geschichte rund um Lis und ihre Familie, auch ganz vieles von den Veränderungen des Landes, in der Politik, in der Lebensweise und der demografischen Veränderung miterleben. Das hat mich sehr fasziniert, zumal es nie konstruiert erscheint, wenn solche Dinge eingefügt wurden, sondern diese ganz selbstverständlich mit Lis Augen wahrgenommen werden. Ein Highlight ist für mich, neben den schönen Naturbeschreibungen auch die überall spürbare Liebe von Lis zum Wasser und zu ihrem Schiff. Ihre tiefe Verwurzelung und ihr Zugehörigkeitsgefühl haben mich ebenfalls berührt und mir sehr gefallen.
Sie steht als unglaublich starke, zunehmend durchsetzungsfähige und freie Frau ganz klar im Mittelpunkt der Geschichte und das mochte ich sehr. Ihre Entwicklung mitzuverfolgen und zu lesen, woran sie wächst, oder womit sie hadert, was sie erfreut und was ihr Sorgen macht, hat mich erreicht und mitfühlen lassen. Aber auch die anderen Charaktere der Geschichte sind meiner Meinung nach sehr gut gewählt und ausgearbeitet. Es entsteht ein spannendes Beziehungsgeflecht, ein interessantes Miteinander, aber auch die Persönlichkeiten an sich wirken stimmig und authentisch.
Der Text liest sich angenehm flüssig und leicht, so dass ich ganz in das Geschehen eintauchen konnte und ich mag die Zartheit, die in der Erzählung entsteht sehr. Es ist, als würde die Geschichte von den sanften Wellen eines Flusses getragen werden … einfach unaufgeregt schön! So hat mir „Die Flussfrau“ wirklich sehr gefallen und ich möchte dieses Buch gerne allen LeserInnen empfehlen, die zarte Töne, starke Charaktere und außergewöhnliche Lebensentwürfe mögen – viel Freude beim Lesen!
Diese erzählt von Lis, die trotz einer Kindheit und Jugend auf einem Bauernhof, eng verbunden ist mit einem Fluss, bzw. dem Wasser überhaupt. Sie heiratet einen Binnenschiffer und trifft eine folgenschwere Entscheidung, als dieser bei einem Unglück ums Leben kommt: sie wird selber Kapitänin! Alle um sie herum halten dies für unmöglich, anmaßend und einfach grundlegend falsch, so dass sich Lis mit vielen Anfeindungen, Widerständen und Vorurteilen auseinandersetzen muss, doch sie geht ihren Weg. Und wir als LeserInnen dürfen sie, sowie ihr Leben und die Veränderungen des Landes über einen langen Zeitraum begleiten.
Tanja Weber ist mit „Die Flussfrau“ ein Roman gelungen, der mich mitgenommen hat, auf eine ganz besondere Lebensreise auf dem Wasser und der mich in seiner leisen Art sehr bewegen konnte. Es ist ihr gelungen, dass mir Lis sehr ans Herz gewachsen ist, ich mit ihr gefühlt, gebangt und gejubelt habe. Dabei geschieht alles in leisen und zurückhaltenden Beschreibungen, die wunderbar zu Lis´ Art zu leben passen und mir wahrscheinlich auch daher so stimmig und eindrücklich erschienen. Es gibt wunderschöne Naturbeschreibungen, die mir sehr gefallen haben und die uns LeserInnen einen tiefen Einblick in Lis´Wahrnehmung erlauben. Über diese dürfen wir, zusätzlich zu der Geschichte rund um Lis und ihre Familie, auch ganz vieles von den Veränderungen des Landes, in der Politik, in der Lebensweise und der demografischen Veränderung miterleben. Das hat mich sehr fasziniert, zumal es nie konstruiert erscheint, wenn solche Dinge eingefügt wurden, sondern diese ganz selbstverständlich mit Lis Augen wahrgenommen werden. Ein Highlight ist für mich, neben den schönen Naturbeschreibungen auch die überall spürbare Liebe von Lis zum Wasser und zu ihrem Schiff. Ihre tiefe Verwurzelung und ihr Zugehörigkeitsgefühl haben mich ebenfalls berührt und mir sehr gefallen.
Sie steht als unglaublich starke, zunehmend durchsetzungsfähige und freie Frau ganz klar im Mittelpunkt der Geschichte und das mochte ich sehr. Ihre Entwicklung mitzuverfolgen und zu lesen, woran sie wächst, oder womit sie hadert, was sie erfreut und was ihr Sorgen macht, hat mich erreicht und mitfühlen lassen. Aber auch die anderen Charaktere der Geschichte sind meiner Meinung nach sehr gut gewählt und ausgearbeitet. Es entsteht ein spannendes Beziehungsgeflecht, ein interessantes Miteinander, aber auch die Persönlichkeiten an sich wirken stimmig und authentisch.
Der Text liest sich angenehm flüssig und leicht, so dass ich ganz in das Geschehen eintauchen konnte und ich mag die Zartheit, die in der Erzählung entsteht sehr. Es ist, als würde die Geschichte von den sanften Wellen eines Flusses getragen werden … einfach unaufgeregt schön! So hat mir „Die Flussfrau“ wirklich sehr gefallen und ich möchte dieses Buch gerne allen LeserInnen empfehlen, die zarte Töne, starke Charaktere und außergewöhnliche Lebensentwürfe mögen – viel Freude beim Lesen!