Was für ein schönes Buch!
Was für ein schönes Buch!
Wir begleiten darin das Leben von Lis von 1937, von ihrer Kindheit im Nationalsozialismus, bis 2020, zu ihrem Tod. Lis ist eine starke Frau, die eher rational als emotional ist, Chancen sieht und ergreift und versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Pragmatisch stellt sie sich allen Herausforderungen und erreicht unglaubliches in ihrem Leben. Sie wächst auf einem Bauernhof auf, ist harte Arbeit gewohnt, und wird am Ende Deutschlands erste Binnenschifffahrtskapitänin.
Es ist ein Buch über starke Frauen. Beginnend mit ihrer Mutter Gudrun, die während des Krieges mit Lis und deren Freundin Edith den Hof am Laufen und damit ihre Familie am Leben hält. Edith, die mit Umwegen auch zu einer erstaunlichen Stärke findet, Karin und Noomi, Gitti, die Hafenwirtin... Überall begegnen uns Frauen, die trotz widriger Umstände für ihre Freiheit und ihre Werte kämpfen.
Es ist ein langsames Buch, ganz passend zum Leben auf dem Fluss. Lis lebt auf ihrem Schiff, erst gemeinsam mit ihrem Mann, später alleine. Sie ist eine aufmerksame Beobachterin der Natur und der Menschen und das Buch hat mir mal wieder den Wert der Langsamkeit aufgezeigt, des Wahrnehmens, Beobachtens, während das Ufer vorbei gleitet. Es war für mich eine Lektüre, die entschleunigt, denn auf dem Fluss hilft es nichts, wenn man es eilig hat. Die Umstände und die Natur bestimmen den Ablauf.
Nebenbei ist die Perspektive auf das sich verändernde Nachkriegsdeutschland durch die Augen einer Flussschifferin sehr eindrücklich.
Und ganz besonders habe ich Lis ins Herz geschlossen, mit einer Mischung aus Faszination und Bewunderung. Ich habe mitgefiebert, wenn sie sich in der männerdominierten Gesellschaft durchzusetzen versucht, habe mit ihr gelitten, wenn Dinge nicht gut liefen und mit ihr den Abend unter dem Sternenhimmel genossen, wenn das Tagewerk erledigt war. Sie ist eine Frau, die darum ringt, das für sie Richtige zu tun. Mich hat das Buch sehr berührt, obwohl (oder gerade weil?) es ein ruhiges, langsames Buch ist, das von Freiheit, Selbstbestimmung, Freundschaft, Liebe, Verlust, Zufriedenheit, Glück, Zusammenhalt handelt.
Große Leseempfehlung für Menschen, die die Lebensgeschichte dieser wunderbaren Frau verfolgen möchten, die sich für tiefsinnige Beobachtungen und Gedanken begeistern können und denen eine kleine Entschleunigung in ihrem Alltag gut tun würde, während gleichzeitig ein Nachdenken über große Fragen des Lebens stattfinden kann.
Wir begleiten darin das Leben von Lis von 1937, von ihrer Kindheit im Nationalsozialismus, bis 2020, zu ihrem Tod. Lis ist eine starke Frau, die eher rational als emotional ist, Chancen sieht und ergreift und versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Pragmatisch stellt sie sich allen Herausforderungen und erreicht unglaubliches in ihrem Leben. Sie wächst auf einem Bauernhof auf, ist harte Arbeit gewohnt, und wird am Ende Deutschlands erste Binnenschifffahrtskapitänin.
Es ist ein Buch über starke Frauen. Beginnend mit ihrer Mutter Gudrun, die während des Krieges mit Lis und deren Freundin Edith den Hof am Laufen und damit ihre Familie am Leben hält. Edith, die mit Umwegen auch zu einer erstaunlichen Stärke findet, Karin und Noomi, Gitti, die Hafenwirtin... Überall begegnen uns Frauen, die trotz widriger Umstände für ihre Freiheit und ihre Werte kämpfen.
Es ist ein langsames Buch, ganz passend zum Leben auf dem Fluss. Lis lebt auf ihrem Schiff, erst gemeinsam mit ihrem Mann, später alleine. Sie ist eine aufmerksame Beobachterin der Natur und der Menschen und das Buch hat mir mal wieder den Wert der Langsamkeit aufgezeigt, des Wahrnehmens, Beobachtens, während das Ufer vorbei gleitet. Es war für mich eine Lektüre, die entschleunigt, denn auf dem Fluss hilft es nichts, wenn man es eilig hat. Die Umstände und die Natur bestimmen den Ablauf.
Nebenbei ist die Perspektive auf das sich verändernde Nachkriegsdeutschland durch die Augen einer Flussschifferin sehr eindrücklich.
Und ganz besonders habe ich Lis ins Herz geschlossen, mit einer Mischung aus Faszination und Bewunderung. Ich habe mitgefiebert, wenn sie sich in der männerdominierten Gesellschaft durchzusetzen versucht, habe mit ihr gelitten, wenn Dinge nicht gut liefen und mit ihr den Abend unter dem Sternenhimmel genossen, wenn das Tagewerk erledigt war. Sie ist eine Frau, die darum ringt, das für sie Richtige zu tun. Mich hat das Buch sehr berührt, obwohl (oder gerade weil?) es ein ruhiges, langsames Buch ist, das von Freiheit, Selbstbestimmung, Freundschaft, Liebe, Verlust, Zufriedenheit, Glück, Zusammenhalt handelt.
Große Leseempfehlung für Menschen, die die Lebensgeschichte dieser wunderbaren Frau verfolgen möchten, die sich für tiefsinnige Beobachtungen und Gedanken begeistern können und denen eine kleine Entschleunigung in ihrem Alltag gut tun würde, während gleichzeitig ein Nachdenken über große Fragen des Lebens stattfinden kann.