Wundervoll erzählte Geschichte über eine starke Frau

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insel Avatar

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Ich gebe zu, weder Titel noch Cover, haben mich besonders angesprochen, aber ein kurzer Blick ins Buch und ich wusste, dass ich das Buch gerne lesen würde.
Es ist die Geschichte von Anneliese, die den Namen Lis von einem Soldaten erhält und ihn beibehält. Sie ist das einzige Mädchen unter drei Brüdern und lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf auf einem Bauernhof. Die Geschichte beginnt 1937 und der Nationalsozialismus hat auch hier Einzug gehalten. Annelieses Eltern versuchen sich politisch möglichst herauszuhalten, insbesondere da Heini, ein Bruder Annelieses, nicht gesund ist und damit nicht nur in den Augen des Gauleiters im Dorf als unwertes Leben zählt. Anneliese überlebt im Gegensatz zu vielen anderen den Krieg, doch für sie ist als junge Frau auf dem Hof kein Platz und sie muss heiraten. Sie heiratet aus praktischen Gründen einen Schiffer, der zwar für sie nicht die große Liebe ist, aber durchaus sympathisch erscheint ebenso wie die Schwiegereltern.
Anneliese fühlt sich auf dem Schiff bald heimisch und erlernt viel. Als ihr Mann ertrinkt, behauptet sie sich in einer Männerwelt.
Ich habe Anneliese schnell in mein Herz geschlossen und habe gebannt ihr Leben verfolgt. was nicht einfach war. Die Liebe gab es in ihrem Leben spät....
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie der chronologische Aufbau der Geschichte, die immer facettenreich war und häufig sich ganz anders entwickelte als ich erwartet habe. In der Geschichte spielt auch Edith, Annelieses Freundin aus Kindertagen eine Rolle und ihr Lebensweg wird auch aufgezeichnet. Fest steht, dass Frauen stets die Doppelbelastung hatten und sich ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen mussten. Auch ganz klar wird, wie sehr der Krieg den Menschen emotional zusetzte und was Generationen später noch spürbar ist.
Ein ganz toller Roman! Fünf Sterne