Zwischen Tradition und Fortschritt

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Auch mit ihrem neuesten Roman „Die Flussfrau“ hat Tanja Weber wieder ein stimmiges Werk vorgelegt. In 5 Abschnitte unterteilt, von der Quelle bis zur Mündung passend tituliert, begleiten wir Anneliese (Lis) auf ihrem Lebensweg. Auf einem Bauernhof mit 3 Brüdern aufgewachsen, den 2. Weltkrieg miterlebt und überlebt, einen Flussschiffer geheiratet und nach seinem frühen Tod, das Patent gemacht und sein Erbe fortgeführt. Lis ist eine selbstständige Frau die in allen Lebenslagen quasi ihren Mann steht. Auch wenn ihr Steinbrocken in den Weg gelegt werden und sie auf vieles verzichten muss, bleibt sie bis zum Ende selbstbestimmt. Ein beeindruckendes Buch, das uns auch am technischen Fortschritt der Binnenschifffahrt und den damit einhergehenden veränderten Arbeitsbedingungen teilhaben lässt. Für alle die starke Frauenfiguren eingebettet in historischen Ereignissen möge, kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.