Das tragische Unglück

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rko9010 Avatar

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Die Rahmenhandlung: Das tragische Unglück

Der Roman beginnt mit einer dramatischen Szene auf See im Jahr 1822: Der berühmte Dichter Percy Bysshe Shelley gerät mit seinem Segelschiff, der Ariel, in einen schweren Sturm im Golf von La Spezia. Trotz der herannahenden Hilfe durch das Schiff seines Freundes Lord Byron, der Bolivar, weigert sich Shelley aus mysteriösen Gründen, beizudrehen. Er scheint vor etwas zu fliehen, das er als „Fluch“ bezeichnet. Das Schiff sinkt, und Shelley bereitet sich in seinen letzten Sekunden auf ein rituell wirkendes Ende vor („Er setzt die Krone auf“).
Die Detektivin und die Mnemoskopie

Einige Monate später, im Herbst 1822, reist die italienische Privatdetektivin Patricia „Pat“ Colombari im Auftrag von Shelleys wohlhabendem, aber misstrauischem Vater (Sir Timothy) nach Genua. Ihr Ziel ist Mary Shelley, die Witwe des Dichters, die dort in ärmlichen Verhältnissen mit ihrem Sohn Percy lebt.

Pat ist jedoch keine gewöhnliche Ermittlerin. Sie nutzt eine neuartige, fast magisch anmutende Technologie:

Mnemoskopie/Mnemambulie: Ein wissenschaftliches Verfahren, bei dem mittels „Elektrodenhauben“ und eines „Mnemointerferometers“ die Hirnströme und Erinnerungen einer Person wie ein Film gelesen werden können.

Der Auftrag: Pat soll in Marys Erinnerungen „wandeln“, um zu beweisen, dass diese nicht in den Tod ihres Mannes verwickelt war. Nur dann ist Sir Timothy bereit, den Unterhalt für seinen Enkel zu zahlen.

Die Begegnung der Frauen

Das Treffen zwischen der pragmatischen, schlagfertigen Pat und der trauernden, intellektuellen Mary Shelley ist von Spannungen geprägt. Mary ist entsetzt über das Misstrauen ihres Schwiegervaters, zeigt sich aber fasziniert von der technischen Möglichkeit der Erinnerungsreise. Es wird angedeutet, dass Mary solche Apparaturen bereits aus ihrer Recherche für ihren Roman Frankenstein kennt.
Ein tieferes Geheimnis

Am Ende der Probe wird deutlich, dass Pat nicht allein arbeitet. Sie steht in Funkkontakt mit einem Partner namens Gus, der sie aus der Ferne überwacht. Ihre Dialoge lassen darauf schließen, dass es sich um weit mehr als einen normalen Kriminalfall handelt:

Gus warnt Pat eindringlich davor, die „Wirklichkeit zu brechen“.

Die Mission scheint eine hochkomplexe Operation zu sein, die möglicherweise Zeitreisen oder eine Form von simulierter Realität beinhaltet, in der Pat „tiefer vorgedrungen ist als jeder andere zuvor“.