Mary Shelleys Leben fantastisch neu interpretiert

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la tina Avatar

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Ich hab so den Verdacht, Oliver Plaschka liebt die Herausforderung, Altes fantastisch neu zu interpretieren, ob nun ein literarisches Werk oder reale Geschehnisse. Auch diesmal ist ein Sturm der tragische Auslöser, in besagtem Sturm starb Percy Shelley. Sein reicher Vater scheint der zweiten Frau seines Sohnes, Mary Shelley, unlautere Absichten unterstellen zu wollen. Die Wissenschaftlerin der etwas anderen Art, Pat, soll in Marys Erinnerungen schauen, ob Percys Tod Mary in die Schuhe geschoben werden kann. Etwas schräg sind hierbei die wie Selbstgespräche wirkenden Unterhaltungen zwischen Pat und Gus, bei dem ich nicht weiß, ob dieser womöglich kürzlich verstorben ist.
Etwas schräge Idee, die Autorin von u.a. Frankenstein mit Technologie zu konfrontieren, die auf gewisse Weise an die galvanischen Hintergründe zu Frankenstein angelehnt sind. Ist etwas anspruchsvoller geschrieben und lebt weniger von einem hohen Spannungsbogen, sondern vielmehr von der ausgefallenen Idee selbst.
Das Cover ist wunderschön, wie ein Gemälde voller Emotionen und Naturgewalten.