atmosphärisch dichter Roman, der etwas Geduld erfordert
>>...doch Shelley hatte seinen Weg gewählt. Das Geheimnis jener Nacht vor sechs Jahren am Genfersee und aller Schrecken, die daraus folgten, hatte er mit auf den Grund des Meeres genommen. Das Wissen darum ruhte nun einzig bei seiner Witwe - und Byron. Sie waren die Letzten, die übrig waren.>>
3,5 Sterne für einen Roman, der sich sehr langsam, aber dann mit einer Wucht entwickelt und der mit Sicherheit nicht jedermanns Nerv trifft.
Wir schreiben das Jahr 1822, Mary Shelleys Mann, der Dichter Percy Bysshe Shelley, ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen; ertrunken im Golf von La Spezia. Und wie aus dem Nichts steht plötzlich Pat vor der Tür der trauernden Witwe. Ihres Zeichens magische Ermittlerin, die via Mnemambulie in die Erinnerung von Menschen einzutauchen vermag, überredet sie Mary, sich auf dieses Experiment einzulassen.
Diese Idee hat mich richtig gecatched. Seit dem Film Gothic finde ich das Konglomerat um Byron, Shelley und Polidori und dem Wochenende am Genfersee unheimlich interessant und ich war gespannt, wie der Autor das Eintauchen in Marys Erinnerungen umsetzt.
Nach einer kurzen Einleitung teilt Oliver Plaschka seinen Roman in 5 Teile
auf. Und ganz ehrlich, ich brauchte meine Zeit. Durch Teil 1 "1821-1822 Spaß und Spiele" habe ich mich regelrecht durchgequält und war schon versucht abzubrechen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich weitergelesen habe. Teil 1 ist einfach nur wuselig, viele Personen, die kaum relevant sind oder richtig vorgestellt werden, Pat mittendrin und irgendwie passiert gefühlt nicht wirklich etwas. Das ändert sich bzw. steigert sich die Geschichte mit jedem weiteren Teil. Die Personen werden weniger, der Bezug zu den Wichtigen besser, die Story spannender und dann kommt auch so langsam die Nacht am Genfersee ins Spiel. Und damit hatte er mich, denn die Idee und die Richtung, die Oliver Plaschka da einschlägt ist originell und macht Spaß. Dazu kommt ein toller Schreibstil und eine durchweg düstere, beklemmende Atmosphäre.
Die Herren Byron und Shelley sind sehr authentisch skizziert, aber Ihre Werke und ihr Wirken finden kaum statt. Ich hatte mir davon ein wenig mehr erhofft und auch mehr "Zwischenmenschliches" erwartet. Bei der Ankündigung die Erinnerungen zu durchleben, war mir nicht klar, ob als unbeteiligter Zuschauer oder durch Mary und damit emotionaler. Doch der Autor wählt einen anderen Weg, indem er Pat mit einbindet. Eine andere Perspektive wäre mir lieber gewesen. Auch hätte ich gern mehr über Polidori erfahren, dem Autor des ersten Vampir-Romans nach der berühmt berüchtigten Nacht am Genfersee.
Man merkt, dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück, aber es lässt einen auch so schnell nicht los. Obwohl es schon einige Tage her ist, gehen meine Gedanken immer wieder zu der Geschichte zurück.
Fazit: Die Geister von La Spezia ist kein Roman, den man mal eben so wegliest. Das Buch braucht Zeit, damit die Geschichte sich entfalten und wirken kann. Für Leser, die sich noch nie mit den Personen auseinandergesetzt haben, finde ich es schwierig und eher sperrig. Ein Personenregister und vielleicht auch ein kurzer Shellley / Wollstonecraft Stammbaum hätten dem Buch gut getan. Mich hat es im Laufe des Lesens für sich gewinnen können und es erhält einen wohlverdienten Platz zwischen Byron & Co.
3,5 Sterne für einen Roman, der sich sehr langsam, aber dann mit einer Wucht entwickelt und der mit Sicherheit nicht jedermanns Nerv trifft.
Wir schreiben das Jahr 1822, Mary Shelleys Mann, der Dichter Percy Bysshe Shelley, ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen; ertrunken im Golf von La Spezia. Und wie aus dem Nichts steht plötzlich Pat vor der Tür der trauernden Witwe. Ihres Zeichens magische Ermittlerin, die via Mnemambulie in die Erinnerung von Menschen einzutauchen vermag, überredet sie Mary, sich auf dieses Experiment einzulassen.
Diese Idee hat mich richtig gecatched. Seit dem Film Gothic finde ich das Konglomerat um Byron, Shelley und Polidori und dem Wochenende am Genfersee unheimlich interessant und ich war gespannt, wie der Autor das Eintauchen in Marys Erinnerungen umsetzt.
Nach einer kurzen Einleitung teilt Oliver Plaschka seinen Roman in 5 Teile
auf. Und ganz ehrlich, ich brauchte meine Zeit. Durch Teil 1 "1821-1822 Spaß und Spiele" habe ich mich regelrecht durchgequält und war schon versucht abzubrechen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich weitergelesen habe. Teil 1 ist einfach nur wuselig, viele Personen, die kaum relevant sind oder richtig vorgestellt werden, Pat mittendrin und irgendwie passiert gefühlt nicht wirklich etwas. Das ändert sich bzw. steigert sich die Geschichte mit jedem weiteren Teil. Die Personen werden weniger, der Bezug zu den Wichtigen besser, die Story spannender und dann kommt auch so langsam die Nacht am Genfersee ins Spiel. Und damit hatte er mich, denn die Idee und die Richtung, die Oliver Plaschka da einschlägt ist originell und macht Spaß. Dazu kommt ein toller Schreibstil und eine durchweg düstere, beklemmende Atmosphäre.
Die Herren Byron und Shelley sind sehr authentisch skizziert, aber Ihre Werke und ihr Wirken finden kaum statt. Ich hatte mir davon ein wenig mehr erhofft und auch mehr "Zwischenmenschliches" erwartet. Bei der Ankündigung die Erinnerungen zu durchleben, war mir nicht klar, ob als unbeteiligter Zuschauer oder durch Mary und damit emotionaler. Doch der Autor wählt einen anderen Weg, indem er Pat mit einbindet. Eine andere Perspektive wäre mir lieber gewesen. Auch hätte ich gern mehr über Polidori erfahren, dem Autor des ersten Vampir-Romans nach der berühmt berüchtigten Nacht am Genfersee.
Man merkt, dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück, aber es lässt einen auch so schnell nicht los. Obwohl es schon einige Tage her ist, gehen meine Gedanken immer wieder zu der Geschichte zurück.
Fazit: Die Geister von La Spezia ist kein Roman, den man mal eben so wegliest. Das Buch braucht Zeit, damit die Geschichte sich entfalten und wirken kann. Für Leser, die sich noch nie mit den Personen auseinandergesetzt haben, finde ich es schwierig und eher sperrig. Ein Personenregister und vielleicht auch ein kurzer Shellley / Wollstonecraft Stammbaum hätten dem Buch gut getan. Mich hat es im Laufe des Lesens für sich gewinnen können und es erhält einen wohlverdienten Platz zwischen Byron & Co.