Erinnerungsreisen
Der Dichter Percy Bysshe Shelley ertrinkt 1822 bei einem Schiffsunglück. Während seine Witwe, Mary Shelley, die berühmt-berüchtigte Autorin von Frankenstein, um ihn trauert, gibt es Zweifel, ob Shelleys Tod tatsächlich ein Unglück war. Mittels einer Erinnerungsreise soll die Spezialagentin Pat Colombari die Umstände seines Todes aufklären. Mithilfe fantastischer Technologie führt sie Mary in die Vergangenheit zurück, lernt Lord Byron und dessen geheimnisvollen Keller kennen, und wird Zeugin unerklärlicher Geschehnisse.
Das Cover zeigt eine stürmische Nacht am Meer, mit beleuchteter Villa, einem Segelschiff in der tobenden See und zwei Gestalten, die aufs Wasser schauen. In dunklen Farben gehalten spiegelt das Bild die düstere und geheimnisvolle Stimmung der Geschichte wider. Am Anfang des Buchs ist eine Landkarte des ligurischen Küstenabschnitts abgebildet, in dem Shelley verunglückte. Im Nachwort gibt der Autor zahlreiche Literaturhinweise, die auf die gründliche Recherche zu diesem Roman hinweisen.
Das Buch besteht aus fünf Teilen, die wiederum in Kapitel unterteilt sind. Plaschka lässt durch seine bildhafte Sprache die Orte und auch die Atmosphäre vor den Augen der Leser entstehen; historische Fakten mischt er mit übernatürlichen Geschehnissen. Die Charaktere sind authentisch dargestellt.
Detektivin Patricia Colombari begibt sich mittels Mnemoskopie in die Gedanken von Mary Shelley und erlebt auf diese Weise wichtige Abschnitte aus deren Leben auch ganz persönlich. Diese Grundidee, die Geschehnisse aus der Erinnerung von Mary Shelley nachvollziehen zu können, gefällt mir sehr gut. Die Realisierung selbst empfinde ich allerdings als nicht ideal. Die Geschichte nur aus Marys Sicht zu erzählen, erschien dem Autor wohl zu einseitig. Daher ermöglichte er Pat, sich innerhalb von Marys Erinnerungen auch in die Gedanken weiterer Personen einzuklinken. Zusätzlich gibt es eine Art weitere eingestreute Handlung, in der Pat mit gleichgesinnten Erinnerungsreisenden in Verbindung tritt. Dieses Konstrukt macht den Roman leider unübersichtlich und kompliziert, denn es gibt zahlreiche zeitliche und geografische Sprünge.
Weiters störten mich auch die vielen Dialoge. Deren Inhalte hätte ich mir lieber aus Erzählersicht gewünscht – der Autor wäre auf jeden Fall in der Lage, das Gesprochene auf andere Weise umzusetzen. Erst ziemlich am Ende des Buches hat mir die Geschichte wieder richtig gut gefallen. Die Spannung aus dem Prolog war zurückgekehrt.
Ansonsten war die Sicht auf das Leben der britischen Schriftsteller in Italien recht interessant. Die Rückschau auf deren Leben und die eingestreuten Auszüge aus deren literarischen Werken geben einen wirklich guten Einblick in die damalige Zeit.
Das Cover zeigt eine stürmische Nacht am Meer, mit beleuchteter Villa, einem Segelschiff in der tobenden See und zwei Gestalten, die aufs Wasser schauen. In dunklen Farben gehalten spiegelt das Bild die düstere und geheimnisvolle Stimmung der Geschichte wider. Am Anfang des Buchs ist eine Landkarte des ligurischen Küstenabschnitts abgebildet, in dem Shelley verunglückte. Im Nachwort gibt der Autor zahlreiche Literaturhinweise, die auf die gründliche Recherche zu diesem Roman hinweisen.
Das Buch besteht aus fünf Teilen, die wiederum in Kapitel unterteilt sind. Plaschka lässt durch seine bildhafte Sprache die Orte und auch die Atmosphäre vor den Augen der Leser entstehen; historische Fakten mischt er mit übernatürlichen Geschehnissen. Die Charaktere sind authentisch dargestellt.
Detektivin Patricia Colombari begibt sich mittels Mnemoskopie in die Gedanken von Mary Shelley und erlebt auf diese Weise wichtige Abschnitte aus deren Leben auch ganz persönlich. Diese Grundidee, die Geschehnisse aus der Erinnerung von Mary Shelley nachvollziehen zu können, gefällt mir sehr gut. Die Realisierung selbst empfinde ich allerdings als nicht ideal. Die Geschichte nur aus Marys Sicht zu erzählen, erschien dem Autor wohl zu einseitig. Daher ermöglichte er Pat, sich innerhalb von Marys Erinnerungen auch in die Gedanken weiterer Personen einzuklinken. Zusätzlich gibt es eine Art weitere eingestreute Handlung, in der Pat mit gleichgesinnten Erinnerungsreisenden in Verbindung tritt. Dieses Konstrukt macht den Roman leider unübersichtlich und kompliziert, denn es gibt zahlreiche zeitliche und geografische Sprünge.
Weiters störten mich auch die vielen Dialoge. Deren Inhalte hätte ich mir lieber aus Erzählersicht gewünscht – der Autor wäre auf jeden Fall in der Lage, das Gesprochene auf andere Weise umzusetzen. Erst ziemlich am Ende des Buches hat mir die Geschichte wieder richtig gut gefallen. Die Spannung aus dem Prolog war zurückgekehrt.
Ansonsten war die Sicht auf das Leben der britischen Schriftsteller in Italien recht interessant. Die Rückschau auf deren Leben und die eingestreuten Auszüge aus deren literarischen Werken geben einen wirklich guten Einblick in die damalige Zeit.