langatmig aber atmosphärisch
Pat Colombari kann sog Erinnerungsreisen unternehmen und soll den Tod von Percy Shelley aufklären. War es nur ein Unfall? Oder steckt mehr dahinter?
So richtig überzeugen konnte mich Oliver Plaschka mit seinem Roman rund um den Tod von Percy Shelley leider nicht. Das Buch beginnt wirklich spannend und sehr atmosphärisch. Aber zwischenzeitlich verliert mich der Autor. Durch die verschiedenen Zeitsprünge wird die Geschichte für mich sehr verworren und undurchsichtig.
Ich mochte auch keine der agierenden Personen, alle waren mir unsympathisch und dadurch konnte ich auch mit niemanden so richtig mit leiden oder mit fiebern.
Ich mag es grundsätzlich sehr gerne, wenn real existierende Personen und real existierende Ereignisse Teil eines Romans sind. Dabei darf der Autor auch gerne seine künstlerische Freiheit ausleben. Spannend fand ich hier vor Allem Lord Byron als Person und die Idee, die hinter Frankenstein stecken könnte.
Auch mochte ich es, Einblicke in das Leben von Mary Shelly zu bekommen. Manchmal gab es für mich etwas zu viele Abschweifungen und die Geschichte rund um Pat hat mich ziemlich verwirrt. Zum Schluss schafft es der Autor allerdings doch recht gut, alle losen Fäden zu einem Ende zu bringen.
Fazit: Ein nicht ganz gelungener Genremix, der mich unterhalten hat und der mir im Gedächtnis bleiben wird, der aber beim Lesen doch recht anstrengend war.