Stimmungsvoll und phantastisch

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thanatos Avatar

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„Die Geister von La Spezia“ spielt im Italien des Jahres 1822. Nachdem Mary Shelleys Mann Percy bei einen Segelausflug im Golf von La Spezia ums Leben gekommen ist, soll die exzentrische Ermittlerin Patricia Colombaria mittels ihrer mysteriösen Ermittlungsmethoden herausfinden, ob es sich tatsächlich um einen Unfall gehandelt hat. Damit beginnt ein bildhafter und atmosphärischer historischer Roman, der mit einigen Persönlichkeiten der damaligen Epoche aufwartet und durch Mystery-Elemente und düstere Schauplätze eine schaurige Stimmung vermittelt.

Die Geschichte, die sich rund um den tatsächlichen Fakt zum Tod von Percy Shelley entspinnt, entwirft zum einen ein Bild über das unkonventionelle Leben der Shelleys mit ihrem Freundeskreis um Lord Byron in Italien und zum anderen wird dank der mystischen Gabe Pats das Seelenleben und die Erinnerungen Marys freilegt. Dieser Spagat zwischen Historie und den mit übernatürlicher Kraft ans Licht gebrachten Geister von La Spezia und der Gefühlswelt der Mary Shelley machen hier den Reiz aus. Auch wenn einige Abschnitte nicht immer leicht verständlich waren, überzeugte mich das Buch jedoch im Gesamten.

Fazit: Der Mix aus phantastischer Geschichte, historischen Persönlichkeiten und einem schaurig-schönen Schauplatz ergibt ein stimmungsvolles und sich vom üblichen Mainstream abhebendes Buch, das ich hiermit gern weiterempfehle.