Übernatürliche Detektivarbeit

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Die Geister von La Spezia ist eine sehr gelungene Geschichte von Autor Oliver Plaschka.

Pat ist auf der Suche nach Antworten. Wie ist Percy Bysshe Shelley wirklich ums Leben gekommen? Was steckt hinter dem Seeunglück? Wie findet man das am besten heraus.. Klar, aus erster Hand, den Erinnerungen der beteiligten Menschen. Manchmal muss man dafür jedoch tiefer rein, als es gut ist. Und am Ende? Steht vielleicht die Inspiration für einen der größten Romane, den wir bis heute noch lesen: Frankenstein.

Anfangs leicht skeptisch, haben mich das Cover und die Erwähnung Mary Shelleys auf Buchrücken dennoch überzeugt, dem Buch eine Chance zu geben. Auch verlegt Klett-Cotta für gewöhnlich immer Interessantes. Am Ende war ich sehr froh. Die Geister von La Spezia ist eine durchaus unterhaltsame und kurzweilige, dennoch vordernde Geschichte mit hostorischen Einblicken, phantastischen Elementen und interessanten Charakteren.
Was ich besonders mochte, war dass der Leser nicht bei allem an die Hand genommen wurde, wie es oft bei anderen Romanen der Fall ist. Ein Satz in einer anderen Sprache? Kriegen wir schon hin, muss nicht immer alles wortwörtlich übersetzt werden. Komplexere, Inception-like Handlungsstränge? Machbar, wenn man sich drauf einlässt. Braucht man für alles jederzeit und sofort eine Erklärung? Nein, einfach mal wirken lassen, selber nachdenken und sich als Lesende Person fordern lassen.

Für mich durchaus gelungen und empfehlenswert für Menschen, die Spaß an solcherlei Geschichten haben oder sich einfach mal auf etwas Neues einlassen möchten.