Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, in eine eigentümlich flirrende Welt einzutauchen, irgendwo zwischen historischer Realität und etwas Unheimlichem, das sich nie ganz greifen lässt. Die Stimmung ist von Anfang an dicht: das Meer, das Wetter, diese latente Bedrohung, die über allem liegt. Gerade Mary Shelleys Situation als trauernde Witwe wirkt dabei sehr präsent, fast greifbar.
Was mich besonders beschäftigt hat, ist die Art, wie die Geschichte Erinnerungen behandelt. Durch Pats Eingreifen werden vergangene Ereignisse nicht einfach erzählt, sondern regelrecht durchlebt. Diese Szenen fühlen sich manchmal so unmittelbar an, als würde man selbst mitten darinstehen. Gleichzeitig haben sie aber auch etwas Verwirrendes, weil Realität und Erinnerung ineinander übergehen. Es dauert eine Weile, bis man sich daran gewöhnt.
Im Mittelteil habe ich gemerkt, dass ich mich stärker konzentrieren musste. Die Handlung bewegt sich viel über Gespräche und Begegnungen, oft mit einer ganzen Reihe von Figuren, die alle ihre eigenen Beziehungen und Hintergründe haben. Dadurch entsteht zwar ein sehr lebendiges Bild dieser Zeit, aber ich hatte öfter das Gefühl, eher Beobachter zu sein, der versucht, den Überblick zu behalten, während um ihn herum ständig gesprochen wird. Gerade die Dialoge sind sehr präsent: schnell, dicht, manchmal fast wie Schlagabtausch, was einerseits Dynamik bringt, andererseits aber auch anstrengend sein kann.
Interessant fand ich, wie selbstverständlich die Figuren miteinander umgehen, als hätten sie eine lange gemeinsame Geschichte, in die man erst nach und nach hineinwächst. Das macht es nicht immer leicht, sofort alles zu verstehen, gibt dem Ganzen aber auch eine gewisse Authentizität. Gleichzeitig bleiben Beschreibungen von Orten oder Situationen eher knapp, wodurch der Fokus stark auf den Interaktionen liegt.
Richtig gepackt hat mich das Buch dann wieder im letzten Drittel. Dort zieht die Spannung deutlich an, und die fantastischen Elemente rücken stärker in den Vordergrund. Plötzlich greifen viele Fäden ineinander, und man bekommt ein klareres Gefühl dafür, worauf alles hinausläuft. Gerade die Verbindung aus realen historischen Ereignissen und übernatürlichen Andeutungen entfaltet hier ihr volles Potenzial.
Am Ende bleibt für mich ein Roman, der vor allem durch seine Atmosphäre und seine ungewöhnliche Idee wirkt. Er verlangt ein gewisses Maß an Geduld und Aufmerksamkeit, belohnt einen aber mit einer dichten, stellenweise richtig unheimlichen Geschichte, die noch eine Weile nachklingt.
Was mich besonders beschäftigt hat, ist die Art, wie die Geschichte Erinnerungen behandelt. Durch Pats Eingreifen werden vergangene Ereignisse nicht einfach erzählt, sondern regelrecht durchlebt. Diese Szenen fühlen sich manchmal so unmittelbar an, als würde man selbst mitten darinstehen. Gleichzeitig haben sie aber auch etwas Verwirrendes, weil Realität und Erinnerung ineinander übergehen. Es dauert eine Weile, bis man sich daran gewöhnt.
Im Mittelteil habe ich gemerkt, dass ich mich stärker konzentrieren musste. Die Handlung bewegt sich viel über Gespräche und Begegnungen, oft mit einer ganzen Reihe von Figuren, die alle ihre eigenen Beziehungen und Hintergründe haben. Dadurch entsteht zwar ein sehr lebendiges Bild dieser Zeit, aber ich hatte öfter das Gefühl, eher Beobachter zu sein, der versucht, den Überblick zu behalten, während um ihn herum ständig gesprochen wird. Gerade die Dialoge sind sehr präsent: schnell, dicht, manchmal fast wie Schlagabtausch, was einerseits Dynamik bringt, andererseits aber auch anstrengend sein kann.
Interessant fand ich, wie selbstverständlich die Figuren miteinander umgehen, als hätten sie eine lange gemeinsame Geschichte, in die man erst nach und nach hineinwächst. Das macht es nicht immer leicht, sofort alles zu verstehen, gibt dem Ganzen aber auch eine gewisse Authentizität. Gleichzeitig bleiben Beschreibungen von Orten oder Situationen eher knapp, wodurch der Fokus stark auf den Interaktionen liegt.
Richtig gepackt hat mich das Buch dann wieder im letzten Drittel. Dort zieht die Spannung deutlich an, und die fantastischen Elemente rücken stärker in den Vordergrund. Plötzlich greifen viele Fäden ineinander, und man bekommt ein klareres Gefühl dafür, worauf alles hinausläuft. Gerade die Verbindung aus realen historischen Ereignissen und übernatürlichen Andeutungen entfaltet hier ihr volles Potenzial.
Am Ende bleibt für mich ein Roman, der vor allem durch seine Atmosphäre und seine ungewöhnliche Idee wirkt. Er verlangt ein gewisses Maß an Geduld und Aufmerksamkeit, belohnt einen aber mit einer dichten, stellenweise richtig unheimlichen Geschichte, die noch eine Weile nachklingt.