Ein interessantes Buch mit etwas zu vielen Wiederholungen

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melinakl Avatar

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Früher habe ich den Winter gehasst und auf vielerlei Arten, ähnlich wie von der Autorin beschrieben, dagegen angekämpft. Mittlerweile hat sich das ein wenig geändert und ich habe eine neue Wertschätzung für ihn entwickelt. Deshalb hat dieses Buch direkt meine Neugier geweckt.
Generell gab es für mich einige sehr interessante Denkanstöße. Vieles davon war vielleicht nicht völlig neu, aber die Autorin hat manche Gedanken sehr gut auf den Punkt gebracht und verständlich erklärt. Den Schreibstil fand ich angenehm, ebenso wie die persönlichen Anekdoten, die das Buch aufgelockert haben.
Allerdings wurde für meinen Geschmack schon sehr viel wiederholt. Ein und derselbe Gedanke wurde teilweise mehrfach in leicht unterschiedlichen Formulierungen aufgegriffen. Wenn es sich hier um eine Arbeit an der Uni gehandelt hätte, hätte ich vermutlich bei ungefähr 40 % der Sätze „redundant, fügt nichts Neues hinzu“ an den Rand geschrieben.
Ich verstehe durchaus das Problem bei dieser Art von Sachbuch: Wenn man ein Buch zu einem bestimmten Thema veröffentlicht, erwarten Leser natürlich auch einen gewissen Umfang. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass die zusätzlichen Seiten stärker genutzt werden, um neue Perspektiven, Beispiele oder Gedanken einzubringen, statt bereits Gesagtes mehrfach neu zu formulieren.
Auch die Kapitel fand ich stellenweise etwas sprunghaft und nicht immer ganz schlüssig aufgebaut. Dadurch hatte ich gelegentlich das Gefühl, dass der rote Faden etwas verloren geht.
Insgesamt aber ein interessantes Buch, das einige gute Denkanstöße liefert und mich definitiv dazu gebracht hat, über meine eigene Einstellung zum Winter und zur dunklen Jahreszeit nachzudenken.