Keine Winterwunder

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strohhaken Avatar

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In dem Sachbuch „Die Geschenke des Winters“ von Dr. Stephanie Fitzgerald gibt es teils gute Denkanstöße. Ich mag den Gedanken, die Jahresplanung auf den April zu verschieben. Dies nimmt ein wenig den Stress am Jahresanfang raus und neue Vorhaben kommen nicht in der dunklen Jahreszeit zustande. Ebenso gefällt mir der Vorschlag, Feiern in den ersten drei Monaten zu planen, da zwischen Silvester und Ostern in der Regel wenig los ist.
Den Ansatz sich wie ein Nilpferd zu suhlen (im Schmerz), fand ich zuerst ganz ansprechend. Das Nilpferd suhlt sich jedoch vor Freude im Schlamm und bestimmt selbst, wann es genug ist. Ob ich mich jedoch hingebungsvoll im Schmerz suhlen möchte, das bezweifle ich.

Es folgen Gedanken, es sich zu Hause gemütlich zu machen. Ein Winter-Retreat zu Hause, nur für mich! Eine schöne Vorstellung, aber mal ehrlich. Welche Kinder und Verpflichtungen lassen sich zu Hause mal schnell ausblenden, um es sich in der Wohnung hyggelig zu machen? Meines Erachtens geht die Autorin von beherrschbaren Bedingungen aus: Die Arbeitslast ist reduzierbar und ich habe ein ruhiges, gemütliches und aufgeräumtes Zuhause. Illusorisch!
Es folgen endlose Wiederholungen bezüglich der Umarmungen, Selbstliebe, Selbstfürsorge und alles wird immer wieder mit offenen Armen empfangen.
Es mag sein, dass manche Menschen diese Ratschläge hilfreich finden. Für mich war es nichts. Auf die versprochenen Winterwunder habe ich vergeblich gewartet. Schade.