Versöhnung mit Kälte und Schnee

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amaryllis2 Avatar

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Cover:

Ein winziges Vögelchen klammert vergnügt an einer Astspitze. Kein Blattwerk ziert den sehr kurzen Ast.


Gestaltung:

Raffiniert - das goldene Tigermuster ist eigentlich die Rinde des Birkenstamms.

Thema:

Die Autorin deckt sich jeden Winter mit Arbeit und Fitness-Übungen ein, sie mutiert zum Workaholic extrem. Vor allem während der kalten Jahreszeit.
Schließlich diagnostiziert sie SAD. Positiv kann sich die Autorin schrittweise befreien. Jetzt liebt sie die Stimmung der Jahreszeit "Winter".



Geschichte:

Nachdem sie sich ausgepowert hat, entdeckt sie Ingwer, Kurkuma, Spaziergänge mit Hunden. Neue Perspektiven. Ein neuer Partner, ein Tageslichtwecker lindern zunächst schlimmere Beschwerden.

Sie erinnert sich an ihre Großmutter und traumatisierende Vorkommnisse mit Mitte Zwanzig.


Schreibstil:

Analysierend und aufklärend, manchmal belehrend, auch mitleidheischend.
Huck Muck, SAD, Verkürzung der Schlafzeit mit gravierenden Folgen, Chinophobie, das alles ist keine leichte Kost.


Haben dir die Figuren gefallen:

Stephanie Fitzgerald schreibt sehr persönlich. Ihre Schwester leidet auch unter Symptomen (Seite 230).
Drei Hygge Rezepte findet man ganz in der Mitte des Buches.
Der Schwiegervater, die Oma, Schwester, Partner, Kollegin, der Nachbar stehen Dr. Fitzgerald nahe. Berufsbedingt hakt sie immer nach.

Authentizität:

Ihre Familie und eine Kollegin sind betroffen. Ein Nachbar pausiert sein Marathon-Training.
Dann geht es um weiche praktische Winterkleidung. Verschiedene Nahrungsmittel werden diskutiert.
Wer kocht was für wen und wann.
Ausschüttung von Glücks-Hormonen bei unterschiedlichen Aktionen.

Warum ist das Buch interessant für dich:

Besondere Stellen mit Vorschlägen
S. 264/252/242/230/218/219 zum selber ausprobieren. Der vorformulierte Brief an das zukünftige Selbst gefällt mir besonders gut.

Psychologische Themen interessieren.

Der Valentinstag S.188, liegt auch in den Wintermonaten und dasWeihnachtsfest, das sich jeder besser selbst gestaltet. Eigentlich sollten diese Feste ja Freude und schöne Momente bringen und nicht zusätzlich belasten und anstrengen.



Wenn interessant betrachte auch den Autor/ die Autorin an sich:

Sie arbeitet als Neuropsychologin, Fokus auf andere. Mehrere Bücher hat sie inzwischen veröffentlicht.

andere Werke:

-OTC
-plants to eat

Übersetzer/ die Übersetzerin:

Sigrid Schmid, Nürtingen

Meinung und Kritik:

Manchmal sehr negativ. Die niederdrückende Grundstimmung überträgt sich beim Lesen und verursacht Mitleids(Winter) Depressionsfeeling. Mitleid.
Ich zum Beispiel koche im Winter gerne eine Bohnensuppe mit Chili. Die wärmt von innen.

Empfehlung für andere Leser:

Das Werk hat Einschübe (Aktivitäts)Tipps. Es hat 16 Kapitel. Ab Seite 280 gibt es weitere Veröffentlichungen zum beschriebenen Themenkreis.

Eine Anregung habe ich getestet. Sie funktioniert.
Jeder muss selbst entscheiden, ob er solch ein Sachbuch studieren möchte.