Ambivalent

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Optisch machte das Cover für mich nicht viel her. Aber es sind ja bekanntlich die Inhalte, die zählen und ein Buch ausmachen. Der Klapptext hörte sich dann interessant an, die Leseprobe fand ich zwar etwas verwirrend, aber auch neugierig machend. Der Roman handelt dann auch wirklich exakt von dem, was im Klapptext angesprochen wird und es kam für mich zu keinen großartigen Wendungen im Verlauf des Erzählten. Sprachlich haben mich die Passagen mit Dialogen nicht so abgeholt. Die erzählenden Abschnitte jedoch haben mir gut gefallen. Über vier Jahrzehnte hinweg begleitet man Lily auf ihrem Lebensweg. Es geht zwar vordergründig um die Liebe beziehungsweise Lilys Liebesleben und die sich daraus entwickelnden Geschehnisse, aber da ist noch mehr. Es geht auch um Familie, Schwesternliebe und Logik. Immer wieder finden sich im Roman Seiten, auf denen mathematische, philosophische und allgemeine Probleme der Logik thematisiert werden. Wer also nicht nur eine Liebesgeschichte lesen möchte und sich auch auf Elemente der Logik einlassen mag, findet hier ein Buch für schöne Lesestunden.