Berührend und fesselnd
Die Gesetze von Liebe und Logik von Debra Curtis ist ein wunderschöner Liebesroman über eine große von Sehnsucht und Verlust geprägte Liebe.
1960er Jahre in Portsmouth, Rhode Island: Familie Webb lebt in einem Haus auf dem Gelände eines Jungeninternats, in dem Mr. Webb als Lehrer angestellt ist. Seine Frau kümmert sich um die beiden Töchter Lily und Jane. Die Familie ist katholisch, Mrs. Webb ist Feministin, sehr gebildet und belesen, ihr Wissen über Literatur und ihre Sicht auf die Welt gibt sie tagtäglich an ihre Töchter weiter.
Sie stirbt 1973, als die Mädchen 11 und 13 sind. Kurze Zeit später lernt Lily „den Jungen“ kennen und lieben. Auch er wächst mutterlos auf. Der Junge ist ein Footballstar, er kann sich sein Wunschcollege aussuchen, die Zukunft als Profi scheint vorgezeichnet.
1977 machen Lily und der Junge ihren Schulabschluss, und es passiert etwas, das alle ihre Zukunftspläne über den Haufen wirft.
Lily geht aufs College und lernt den fünfzehn Jahre älteren Ornithologie-Professor Marshall kennen. Er stammt aus der New Yorker Upper Class, seine Mutter ist Anhängerin der Republikaner, Feminismus liegt ihr fern. Ein katholisches Mädchen aus der Mittelschicht hätte sie sich nicht als Schwiegertochter ausgesucht. Doch Marshall hält zu Lily, die beiden heiraten und ziehen gemeinsam nach New York.
Lily und Jane sehen sich regelmäßig. Jane ist wunderschön und ein Mathegenie, doch sie driftet immer mehr ab in ein Leben voller Depressionen, Alkohol und Drogen. Den frühen Verlust der Mutter hat sie nie verwunden.
Wir begleiten die beiden Schwestern und den Jungen bis zum Jahr 2007, in dem sich die Nacht, die alles verändert hat, zum 30. Mal jährt.
Ein Buch, das ich nicht vergessen werde, denn Lilys Schicksal hat mich tief berührt. Ihr Leben lang wird sie von Schuldgefühlen gequält. Ihre Liebe zu Marshall ist nicht mit der zu dem Jungen vergleichbar.
Nachdem sie den Jungen fünfzehn Jahre nach der schicksalhaften Nacht wiedersieht, ist sie zerrissen zwischen der Loyalität zu Marshall und der magischen Anziehungskraft, die der Junge nach wie vor auf sie ausübt.
Immer wieder fragt sie sich, was gewesen wäre, wenn sie an jenem Abend nicht zu der Party gegangen wäre. Die große Frage ihres Lebens lautet: Was wäre wenn?
Das Buch enthält Zitate und Hinweise auf bedeutende literarische Werke, die Lily mit ihrer Mutter und mit dem Jungen liest. Beim Rudern lesen sich die beiden aus Moby Dick vor und diskutieren über die gelesenen Passagen, Stichwort Schrumpfköpfe :-;
Es hat mir gut gefallen, dass in dem Buch nicht über die katholische Religion gehetzt wird. Lily und ihre Mutter verehren die Mutter Gottes, Franz von Assisi und Katharina von Siena und beten regelmäßig. Sie wenden sich mit ihren Fragen an Pater Thomas und andere Mönche des benachbarten Klosters.
Manche Gespräche mit Wissenschaftlern waren mir zu philosophisch und intellektuell, man merkt, dass die Autorin Professorin für Anthropologie ist. Diese wenigen Passagen haben meiner Begeisterung jedoch keinen Abbruch getan.
Ich liebe dieses Buch und stimme der Rezension aus Kirkus zu: „Zum Nachdenken anregend, hoffnungslos romantisch, mit einer Prise Tragik – genau die Art von Roman, in der man sich verlieren kann.“
1960er Jahre in Portsmouth, Rhode Island: Familie Webb lebt in einem Haus auf dem Gelände eines Jungeninternats, in dem Mr. Webb als Lehrer angestellt ist. Seine Frau kümmert sich um die beiden Töchter Lily und Jane. Die Familie ist katholisch, Mrs. Webb ist Feministin, sehr gebildet und belesen, ihr Wissen über Literatur und ihre Sicht auf die Welt gibt sie tagtäglich an ihre Töchter weiter.
Sie stirbt 1973, als die Mädchen 11 und 13 sind. Kurze Zeit später lernt Lily „den Jungen“ kennen und lieben. Auch er wächst mutterlos auf. Der Junge ist ein Footballstar, er kann sich sein Wunschcollege aussuchen, die Zukunft als Profi scheint vorgezeichnet.
1977 machen Lily und der Junge ihren Schulabschluss, und es passiert etwas, das alle ihre Zukunftspläne über den Haufen wirft.
Lily geht aufs College und lernt den fünfzehn Jahre älteren Ornithologie-Professor Marshall kennen. Er stammt aus der New Yorker Upper Class, seine Mutter ist Anhängerin der Republikaner, Feminismus liegt ihr fern. Ein katholisches Mädchen aus der Mittelschicht hätte sie sich nicht als Schwiegertochter ausgesucht. Doch Marshall hält zu Lily, die beiden heiraten und ziehen gemeinsam nach New York.
Lily und Jane sehen sich regelmäßig. Jane ist wunderschön und ein Mathegenie, doch sie driftet immer mehr ab in ein Leben voller Depressionen, Alkohol und Drogen. Den frühen Verlust der Mutter hat sie nie verwunden.
Wir begleiten die beiden Schwestern und den Jungen bis zum Jahr 2007, in dem sich die Nacht, die alles verändert hat, zum 30. Mal jährt.
Ein Buch, das ich nicht vergessen werde, denn Lilys Schicksal hat mich tief berührt. Ihr Leben lang wird sie von Schuldgefühlen gequält. Ihre Liebe zu Marshall ist nicht mit der zu dem Jungen vergleichbar.
Nachdem sie den Jungen fünfzehn Jahre nach der schicksalhaften Nacht wiedersieht, ist sie zerrissen zwischen der Loyalität zu Marshall und der magischen Anziehungskraft, die der Junge nach wie vor auf sie ausübt.
Immer wieder fragt sie sich, was gewesen wäre, wenn sie an jenem Abend nicht zu der Party gegangen wäre. Die große Frage ihres Lebens lautet: Was wäre wenn?
Das Buch enthält Zitate und Hinweise auf bedeutende literarische Werke, die Lily mit ihrer Mutter und mit dem Jungen liest. Beim Rudern lesen sich die beiden aus Moby Dick vor und diskutieren über die gelesenen Passagen, Stichwort Schrumpfköpfe :-;
Es hat mir gut gefallen, dass in dem Buch nicht über die katholische Religion gehetzt wird. Lily und ihre Mutter verehren die Mutter Gottes, Franz von Assisi und Katharina von Siena und beten regelmäßig. Sie wenden sich mit ihren Fragen an Pater Thomas und andere Mönche des benachbarten Klosters.
Manche Gespräche mit Wissenschaftlern waren mir zu philosophisch und intellektuell, man merkt, dass die Autorin Professorin für Anthropologie ist. Diese wenigen Passagen haben meiner Begeisterung jedoch keinen Abbruch getan.
Ich liebe dieses Buch und stimme der Rezension aus Kirkus zu: „Zum Nachdenken anregend, hoffnungslos romantisch, mit einer Prise Tragik – genau die Art von Roman, in der man sich verlieren kann.“