Die unvergessene erste Liebe

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Debra Curtis ist emeritierte Professorin für Anthropologie, Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und lebt mit ihrem Mann und ihrer englischen Bulldogge Harry in Rhode Island. In ihrem Debütroman „Die Gesetze von Liebe und Logik“, erzählt die Autorin eine Geschichte über Sehnsucht, Schuld und Schmerz des Verlusts.

In Rückblicken auf die Jahre 1967 bis 2007 werden die Vergangenheit und die Ereignisse der Familie Webb lebendig. Lily und Jane wachsen wohlbehütet in einem kleinen Ort an der Ostküste in einem Haus auf dem Klostergelände mit einem Jungeninternat auf, wo ihr Vater als Lehrer Naturwissenschaften, unterrichtet. Ihre Mutter war Feministin und Katholikin nach dem 2. Vatikanischen Konzil, was sie in gewisser Weise selbstgerecht machte. Ihre Töchter erben diesen Wesenszug in unterschiedlicher Ausprägung. Lily lebt zwischen Glauben und Naturwissenschaft während Jane eine Rebellin bleibt, die ständig gegen ihre Alkohol- und Drogenabhängigkeit kämpft, obwohl sie eine brilliante Mathematikerin ist.
Die beiden Schwestern, sind und bleiben ihr Leben lang, innig miteinander verbunden.

Als die Mutter an Brustkrebs erkrankt und stirbt, lernt Lily kurz darauf den Jungen kennen, der ihr bei ihrer Trauer zum Rettungsanker wird. Lily und ihr Freund erleben die erste große Liebe und sind überzeugt, dass sie ewig halten wird. Bis ein tragisches Ereignis in einer Partynacht das Leben mehrerer Menschen zerstört, woran auch ihre Beziehung zerbricht.

Lily studiert in Northampton, Massachusetts Naturwissenschaften und lernt hier den Ornithologe Professor Marshall Middleton kennen, denn sie später drei Jahre nach ihrem Studiumabschluss, heiratet. Marshall ist fünfzehn Jahre älter als Lily, was sie nicht stört, denn er wird der ruhende Pol in ihrem Leben. Doch die Erinnerung an ihre Jugendliebe lässt Lily nie ganz los. Über Jahrzehnte hinweg kreuzen sich ihre Wege immer mal wieder, bis zu einer weiteren schicksalhaften Nacht. Zerrissen zwischen Loyalität und Leidenschaft, zermürbt von Schuldgefühlen, muss Lily eine Entscheidung treffen.

Ungewöhnlich und besonders noch bis zum Ende der Geschichte fehlte mir, dass die Autorin „dem Jungen“ keinen Namen gegeben hat, denn so blieb er für mich nicht greifbar sondern eher distanziert.

Fazit:
Eine ruhige und melancholische Geschichte mit der ich mich erst einmal anfreunden musste, denn mir fehlte durchaus etwas Spannung durch den ständigen Wechsel der Handlungsebenen und der vielen ausführlichen Details. Zum Ende konnte mich Janes Schicksal tief berühren, denn ihr Weg war für mich, nicht vorhersehbar.