Fünf Jahrzehnte, eine Frage – und keine einfache Antwort

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laurasleseliebe Avatar

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Ich hatte ehrlich gesagt keine großen Erwartungen an dieses Buch – ein Liebesroman über fünf Jahrzehnte klingt erstmal nach vorhersehbarer Nostalgie. Aber Debra Curtis hat mich überrascht.
Die Geschichte folgt Lily, die in einem kleinen Küstenort aufwächst, zwischen Strandwochenenden und Partys ihre erste große Liebe erlebt – und dann durch ein tragisches Ereignis alles verliert. Was danach kommt, ist kein klassisches „Happily Ever After", sondern etwas viel Ehrlicheres: Lily baut sich ein neues Leben auf, heiratet den ruhigen, verlässlichen Marshall, und ist trotzdem nie ganz frei von der Vergangenheit.
Genau das hat mich an dem Buch gepackt. Curtis erzählt nicht von perfekter Liebe, sondern von der komplizierten Wahrheit dahinter – Schuld, Loyalität, die Frage, ob man dem Leben das schuldet, was man sich als Teenager erträumt hat. Lily ist keine einfache Protagonistin, aber eine sehr glaubwürdige.
Der Schreibstil ist ruhig und präzise, fast schon nüchtern an manchen Stellen – was gut zum Titel passt. Liebe und Logik, das sind hier tatsächlich zwei Kräfte, die gegeneinander arbeiten, und Curtis lässt offen, welche am Ende gewinnt.
Für einen Erstlingsroman beeindruckend stark. Wer Bücher mag, die noch ein paar Tage nachhallen, liegt hier richtig.