Gegenseitig konstitutiv
Dieses Buch hätte ich ohne Leseprobe wahrscheinlich nicht zur Hand genommen, da mir das Cover zu Altbacken ist und aussieht als käme es direkt aus den 50er Jahren. Zum Inhalt passt es dafür gesamt wieder sehr gut.
Genauso wie im Titel für mich ein kleiner Widerspruch liegt, so ist es inhaltlich bei schwierigen emotional Thematiken und dem recht nüchternen, neutralem Schreibstil.
Von 1976 bis 2007 folgen wir Lily durch ihre Lebensepochen, in denen sie bereits in jungen Jahren die Härte des Lebens kennenlernt. Früh stirbt ihre Mutter, dann muss ihre erste Liebe ins Gefängnis und einige Niederschläge hat das Schicksal noch weiter in petto. Trotzdem lässt die Autorin Debra Curtis nicht der Tragik die Oberhand, sondern liefert ebenso viele positive, philosophische Denkanstöße zu Wissenschaft, Natur, Glaube, Feminismus oder Schuld.
"Lily hingegen verarbeitete den Tod ihrer Mutter so, dass sie eine Form der Liebe in eine andere umwandelte und zu einer katholischen Feministin wurde, womit einige Herausforderungen und Widersprüche verbunden sein würden."
Ein Highlight war für mich definitiv die Beziehung zwischen den Schwestern Lily und Jane, die sich in allen Lagen immer irgendwie stets zur Seite standen und die interessanteste Beziehung im Buch bieten.
"...aber Lily und Jane waren unkonventionell, respektlos, schön und klug."
Ich hätte mir sogar sehr gerne größere Einblicke in Janes Weg gewünscht, da sie sehr vielschichtig, überaus intelligent sowie tiefgründig rüberkam und ihr Humor meinen Geschmack traf.
Ehrlicherweise empfand ich doch einige Abschnitte als sehr langsam und vereinzelt langweilig, weil manche Themen wie etwa physikalische Überlegungen oder Ornithologie nicht mein Interesse wecken. Nichtsdestotrotz hat mich der Roman berührt und Abdrücke in meinen Gedanken hinterlassen!
Zuletzt noch eine Vorwarnung, denn für einige mag vielleicht der Aspekt, dass einer der männliche Hauptprotagonist nur Junge genannt wird, etwas befremdlich wirken, aber es wird im Buch als ein Stilmittel genutzt, um für die LeserInnen Distanz zu dieser Person zu schaffen.
Fazit: Keine einfache Liebegeschichte, sondern eine sehr komplexe Reise zwischen logischen Gesetzen und der unkontrollierbaren Fügung des Universums.
Genauso wie im Titel für mich ein kleiner Widerspruch liegt, so ist es inhaltlich bei schwierigen emotional Thematiken und dem recht nüchternen, neutralem Schreibstil.
Von 1976 bis 2007 folgen wir Lily durch ihre Lebensepochen, in denen sie bereits in jungen Jahren die Härte des Lebens kennenlernt. Früh stirbt ihre Mutter, dann muss ihre erste Liebe ins Gefängnis und einige Niederschläge hat das Schicksal noch weiter in petto. Trotzdem lässt die Autorin Debra Curtis nicht der Tragik die Oberhand, sondern liefert ebenso viele positive, philosophische Denkanstöße zu Wissenschaft, Natur, Glaube, Feminismus oder Schuld.
"Lily hingegen verarbeitete den Tod ihrer Mutter so, dass sie eine Form der Liebe in eine andere umwandelte und zu einer katholischen Feministin wurde, womit einige Herausforderungen und Widersprüche verbunden sein würden."
Ein Highlight war für mich definitiv die Beziehung zwischen den Schwestern Lily und Jane, die sich in allen Lagen immer irgendwie stets zur Seite standen und die interessanteste Beziehung im Buch bieten.
"...aber Lily und Jane waren unkonventionell, respektlos, schön und klug."
Ich hätte mir sogar sehr gerne größere Einblicke in Janes Weg gewünscht, da sie sehr vielschichtig, überaus intelligent sowie tiefgründig rüberkam und ihr Humor meinen Geschmack traf.
Ehrlicherweise empfand ich doch einige Abschnitte als sehr langsam und vereinzelt langweilig, weil manche Themen wie etwa physikalische Überlegungen oder Ornithologie nicht mein Interesse wecken. Nichtsdestotrotz hat mich der Roman berührt und Abdrücke in meinen Gedanken hinterlassen!
Zuletzt noch eine Vorwarnung, denn für einige mag vielleicht der Aspekt, dass einer der männliche Hauptprotagonist nur Junge genannt wird, etwas befremdlich wirken, aber es wird im Buch als ein Stilmittel genutzt, um für die LeserInnen Distanz zu dieser Person zu schaffen.
Fazit: Keine einfache Liebegeschichte, sondern eine sehr komplexe Reise zwischen logischen Gesetzen und der unkontrollierbaren Fügung des Universums.