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westeraccum Avatar

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Die Geschichte verfolgt das Leben von Lily und ihrer Schwester Jane über etwa vierzig Jahre. Ihre Mutter stirbt früh, der Vater gibt sich alle Mühe, die beiden Kinder gut aufzuziehen. Als Jugendliche verliebt sich Lily in "den Jungen", dessen Vorname nie genannt wird. Ein tragisches Ereignis wirft alle Pläne über den Haufen und die beiden trennen sich. Nach Jahren findet Lily ein neues Glück mit Marshall, einem Ornithologen, doch der Junge bleibt unvergessen. Jane dagegen ist superintelligent, rutscht aber ins Drogenmilieu ab. Schuldgefühle prägen das Leben von Lily, aber auch die Auseinandersetzung mit Religion, während Jane sich über alle Konventionen hinwegsetzt.
Das Buch ist anspruchsvoll, die Überlegungen zur Mathematik haben sich mir nicht erschlossen, aber die kann man einfach überlesen. Es ist kein Werk für "mal eben nebenbei", man muss sich konzentrieren. Aber das ist in der heutigen Zeit, wo alles schnell und in kleinen Portionen dargereicht werden muss, kein Fehler, sondern eher eine Herausforderung, die ich gern angenommen habe.
Der Schreibstil ist locker und fesselnd, auch die Übersetzung ist sehr gut gelungen.
Leider ist der Buchtitel nicht auf Anhieb ansprechend und auch das Titelbild wirkt etwas altbacken, passt aber zu den 1970er Jahren.
Wer sich gern mit etwas anspruchsvollen Bücher beschäftigt, der ist bei diesem Buch genau richtig.